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Terrorentwarnung in Namibia: ZDF: Verdächtiges Gepäckstück war Dummy-Bombe

Schon das Aussehen der vermeintlichen Bombe in Namibia hätte stutzig machen können: Batterien, die über Kabel mit einem Zünder und einer laufenden Uhr waren - das erinnert eher an einen mittelklassigen Agentenfilm. Tatsächlich handelte es sich laut ZDF-Informationen wohl nur um eine Attrappe für Testläufe.

Bei dem in Namibia entdeckten verdächtigen Gepäckstück soll es sich Medienberichten zufolge um eine Attrappe handeln. Es solle sich um ein Modell handeln, das von Regierungen und auch Sicherheitsbehörden für Testläufe benutzt werde, berichtete das ZDF am Donnerstag. Auch CNN meldete unter Berufung auf Sicherheitskreise, dass das Gepäckstück keinerlei Sprengstoff enthalten habe. Darauf im ZDF angesprochen wollte sich Innenminister Thomas de Maiziere nicht festlegen. Es müssten Untersuchungen der Experten abgewartet werden.

In Namibia zog die Polizei nach BKA-Angaben ein verdächtiges Gepäckstück aus dem Verkehr, das in ein Passagierflugzeug von Air Berlin verladen werden sollte. Beim anschließenden Durchleuchten des Gepäckstücks seien Batterien sichtbar geworden, die über Kabel mit einem Zünder und einer laufenden Uhr verbunden gewesen seien. Das Gepäckstück sei bei der Verladung in einen Airbus der Fluggesellschaft von Windhuk nach München aufgefallen. Noch sei unklar, ob es sich tatsächlich um einen Sprengsatz handle. Das BKA hat Experten nach Windhuk geschickt, um das Frachtstück zu untersuchen.

Reuters / Reuters
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