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Nach Atombombentest Feuert Nordkorea bald eine Interkontinentalrakete ab?

Kim Jong-Un
Das undatierte Foto zeigt den nordkoreanischen Führer Kim Jong Un vor einem neu entwickelten Sprengkopf für eine Rakete.
© AFP
Möglicherweise testet Nordkorea nur eine Woche nach einen Atombombentest eine Langstreckenraketen. Medieninformationen zufolge, soll eine Waffe an die Westküste des Landes transportiert worden sein.

Am 9. September feiert Nordkorea den 69. Jahrestag seiner Staatsgründung. Für die Führung in Pjöngjang sind solche Jubiläen immer ein guter Anlass, dem Volk die neuesten technischen Errungenschaften zu präsentieren. Möglicherweise auch diesmal. Laut der "Asia Business Daily" aus Südkorea soll die Diktatur an dem Wochenende den Test einer Langstreckenrakete testen. Das Blatt beruft sich dabei auf Geheimdienstkreise, nach denen die Waffe am Montag an die Westküste transportiert wurden sein soll. In der Nacht, um größtmögliche Geheimhaltung zu ermöglichen.

Stärkste bislang getestete Atombombe Nordkoreas

Der mögliche Abschuss würde nur eine Woche nach dem erneuten Test einer Atombombe stattfinden, bei der es sich nach nordkoreanischen Angaben um eine Wasserstoffbombe gehandelt haben soll, die klein genug sei, um auf Langstreckenraketen montiert zu werden. Ob die Angaben stimmen ist unklar, sicher ist bisher nur, dass es sich um die bisher stärksten nukleare Explosion handelt, die je in Nordkorea registriert worden war. Nordkorea entwickelt seit Jahren Interkontinentalraketen. Experten gehen davon aus, dass das Land aktuell in der Lage ist, die Nordwestküste der USA zu erreichen.

Der Test hat weltweit Besorgnis über eine Eskalation des schwelenden Konflikts auf der asiatischen Halbinsel geschürt. Als Reaktion hat Südkorea  militärische Stärke demonstriert. Kriegsschiffe hätten Schießübungen im Japanischen Meer durchgeführt, teilte die Marine mit. Zweck des Manövers sei es gewesen, sofort auf potenzielle Provokationen Nordkoreas antworten zu können. An den Übungen hätten unter anderem eine 2500-Tonnen-Fregatte, Raketenschiffe und Schnellboote teilgenommen. 

Trump sichert Südkorea Militärhilfe zu

Von Mittwoch bis Samstag sollen weitere Marineübungen vor der Südküste der koreanischen Halbinsel erfolgen. Bereits am Montag hatte Südkoreas Militär als Reaktion auf den Atomtest einen Angriff mit Raketen auf das nordkoreanische Atomtestgelände im Nordosten des Nachbarlandes simuliert. 

 Am Montag hatten sich Südkoreas Präsident Moon Jae und US-Präsident Donald Trump bei einem Telefongespräch zudem darauf geeinigt, die Obergrenze für die Nutzlast südkoreanischer Raketen abzuschaffen. Die Reichweite der Raketen ist bisher einer beiderseitigen Vereinbarung zufolge auf 800 Kilometer und das Gewicht der Sprengköpfe auf 500 Kilogramm beschränkt. Zudem hat Trump erklärt, er sei bereit, Rüstungsverkäufe im Wert von "vielen Milliarden Dollar" zu genehmigen. 

hatte in dem Gespräch mit Moon wie zuvor in einem Telefonat mit Japans Regierungschef Shinzo bekräftigt, die USA und ihre Verbündeten verteidigen zu wollen - notfalls auch mit den Einsatz von Atomwaffen. 

nik/DPA

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