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UN-Welternährungsgipfel: Fahrplan gegen den Hunger

Auf dem Welternährungsgipfel in Rom haben Frankreich und Brasilien eine Debatte über einen konkreten Fahrplan im Kampf gegen den Hunger angestoßen. Innerhalb von zwei Jahren sollten sich alle Akteure auf zukunftsweisende Ziele für eine ausreichende und gesunde Ernährung der Weltbevölkerung bis 2050 einigen, erklärten die Landwirtschaftsminister Bruno Le Maire und Guillerme Cassel am Montag gemeinsam.

Auf dem Welternährungsgipfel in Rom haben Frankreich und Brasilien eine Debatte über einen konkreten Fahrplan im Kampf gegen den Hunger angestoßen. Innerhalb von zwei Jahren sollten sich alle Akteure auf zukunftsweisende Ziele für eine ausreichende und gesunde Ernährung der Weltbevölkerung bis 2050 einigen, erklärten die Landwirtschaftsminister Bruno Le Maire und Guillerme Cassel am Montag gemeinsam.

Zu den wichtigsten Punkten gehöre eine Stabilisierung der Preise für landwirtschaftliche Produkte und eine Regulierung der weltweiten Agrarmärkte, sagte Frankreichs Minister Le Maire. Als weitere Herausforderungen nannte er den umstrittenen Aufkauf landwirtschaftlicher Nutzflächen im Ausland und eine nachhaltige Entwicklung.

Die Welthungerhilfe kritisierte die Erklärung der Teilnehmerländer zum Hungerproblem am ersten von insgesamt drei Gipfeltagen als zu wenig verbindlich. "Bei einer Milliarde Hungernden darf nicht länger Zeit mit Absichtserklärungen verloren gehen", forderte die Deutsche Welthungerhilfe aus Bonn. Das katholische Hilfswerk Misereor bezeichnete die Beschlüsse in Rom als enttäuschend. Auf die Halbierung der Zahl der Hungernden bis 2015 hätten sich die Regierungen bereits 1996 geeinigt, erklärte die Organisation, die auch das Festhalten an teuren High-Tech-Methoden in der Landwirtschaft und die Abhängigkeit zahlloser Kleinbauern von Weltmarktpreisen kritisierte.

AFP / AFP