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Unruhen in Nigeria Mindestens 101 Tote bei Gewalt zwischen Christen und Muslimen


Nach den dreitägigen gewaltsamen Ausschreitungen haben die Behörden in mehreren Städten rund um die Uhr eine Ausgangssperre verhängt.

Nach den dreitägigen gewaltsamen Ausschreitungen mit mindestens 101 Toten im Norden Nigerias haben die Behörden in mehreren Städten rund um die Uhr eine Ausgangssperre verhängt. In den nördlichen Städten Kaduna und Damaturu patrouillierten am Mittwoch Soldaten und Polizisten auf den leeren Straßen, um die wegen der Unruhen zwischen Muslimen und Christen verhängte Ausgangssperre durchzusetzen. Zahlreiche Bewohner waren nicht in der Lage, in ihre Häuser zurückzukehren und waren zum Teil seit Montag ohne Lebensmittel. Die Zahl der Opfer stieg unterdessen auf mindestens 101.

Am Sonntag hatte die islamistische Sekte Boko Haram Anschläge auf drei Kirchen im Bundesstaat Kaduna begangen, bei denen mindestens 16 Menschen getötet worden waren. Bei Vergeltungsaktionen von Christen auf Moscheen und muslimische Stadtteile waren in der Folge dutzende weitere Menschen getötet worden. In Damaturu hatten sich Boko Haram und Soldaten am Montag eine Schießerei geliefert, bei der mindestens 40 Menschen getötet wurden.

Wegen der Ausschreitungen verhängten die Behörden Ausgangssperren in beiden Gebieten. Boko Haram kämpft für einen islamischen Staat im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias und verübt immer wieder blutige Anschläge auf Kirchen, Behörden und die Polizei. Seit Mitte 2009 starben durch Anschläge der Gruppe mehr als tausend Menschen.

ivi/AFP AFP

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