US-Vorwahlen Obama hofft auf absolute Mehrheit


Nach den Vorwahlen in den US-Bundesstaaten Kentucky und Oregon könnte Barack Obama endgültig zum Präsidentschaftskandidaten der Demokraten werden. Doch allen Umfragen zum Trotz will Hillary Clinton das Rennen noch immer nicht aufgeben.

US-Senator Barack Obama sieht seine Nominierung zum demokratischen Präsidentschaftskandidaten näher rücken. Nach dem erwarteten Sieg bei der anstehenden Vorwahl im Bundesstaat Oregon hofft Obama, symbolträchtig eine absolute Mehrheit der gewählten Delegierten für den Nominierungsparteitag Ende August verkünden zu können. Daran werde auch der absehbare Erfolg von Senatorin Hillary Clinton bei der Vorwahl in Kentucky nichts ändern, so das Wahlkampfteam Obamas. Das Wahlkampflager Clintons bestreitet allerdings die Zählweise Obamas.

Der Senator aus Illinois führt einer vom renommierten Gallup-Institut veröffentlichten Umfrage zufolge inzwischen in der Gunst der demokratischen Wähler landesweit mit 55 Prozent vor Clinton, die nur auf 39 Prozent komme. Dies sei die größte Differenz zwischen beiden in diesem Vorwahlkampf, so Gallup. Die Ex-First-Lady betonte allerdings noch kurz vor dem Wahltermin in Oregon und Kentucky, dass "für mich mehr Menschen gestimmt haben" als für Obama. Sie führe bei den Vorwahlen im Blick auf die Gesamtzahl aller abgegebenen Stimmen - allerdings spiegelt sich das wegen des Wahlsystems nicht bei der Delegiertenzahl wieder.

Clinton will im Rennen bleiben

Hillary Clinton, die am selben Tag bei den Vorwahlen im US- Bundesstaat Kentucky einen deutlichen Erfolg erwarten durfte, warnte Obama vor verfrühten Siegesfeiern. Die Ex-First-Lady spekuliert zum einen auf die Unterstützung der sogenannten Superdelegierten, die als Funktionäre oder Amtsträger eine Stimme haben. Zudem hofft sie auf die Einbeziehung der Vorwahlen in den Bundesstaaten Michigan und Florida. Dort waren die örtlichen Parteiorganisationen von der Parteiführung wegen vorgezogener Wahlen mit der Nichtbeachtung der Wahlen bestraft worden. Clinton betonte auch noch diese Woche, dass sie bis zum Ende der Vorwahlen am 3. Juni im Rennen bleiben will.

In Kentucky und Oregon ging es um insgesamt 103 Delegierte. Umfragen sagten einen deutlichen Sieg Clintons in dem ländlich und kleinstädtisch geprägten Kentucky voraus. Im liberalen Oregon gingen die Umfragen von einem knappen Sieg Obamas aus. Vor diesen Vorwahlen hatte der schwarze Senator laut CNN insgesamt 1904 Delegierte auf seiner Seite, Clinton 1717.

Obama wollte seinen erwarteten Erfolg in Oregon auf einer Kundgebung im Bundesstaat Iowa feiern, wo er im Januar mit einem überraschenden Vorwahlsieg seine Erfolgsserie bei den Vorwahlen gestartet hatte. Nach Kentucky und Oregon finden noch Vorwahlen in Puerto Rico (1. Juni) und Montana sowie South Dakota (3. Juni) statt.

DPA DPA

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