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US-Wahl 2020 Biden baut seinen Vorsprung aus - Trumps Stabschef mit Corona infiziert

Wer kann die Wahl für sich entscheiden? Derzeit spricht viel für den Herausforderer Joe Biden. Aber sein Rivale zieht alle juristischen Register. Die Entwicklungen zur US-Wahl im stern-Liveblog.

Die USA haben ihren neuen Präsidenten gewählt. Doch noch ist nicht klar, wer das Rennen gemacht hat. Viele Stimmen müssen noch ausgezählt werden. Gelingt Amtsinhaber Donald Trump nach vier Jahren die Wiederwahl? Oder macht Herausforderer Joe Biden von den Demokraten das Rennen? Aktuell führt Biden und kommt dem großen Ziel immer näher. Aber Amtsinhaber Trump hat noch einmal ohne Beweise vorzulegen klar gemacht, dass er die Wahl für Betrug hält und vor Gericht anfechten wird.

Wer macht das Rennen? Lesen Sie hier, wann mit den letzten Ergebnissen zu rechnen ist:

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US-Wahl 2020 – der stern-Liveblog

  • Niels Kruse
    • Niels Kruse

    Wie lange die Auszählungen noch dauern werden? Kommt drauf an, welchen Bundesstaat man fragt:
    Arizona will gegen 17 Uhr deutscher Zeit den letzten großen Schwung an Zahlen melden.
    Nevada hat noch zehntausende Stimmen auszuzählen. Das dauert mutmaßlich das ganze Wochenende.
    Pennsylvania rechnet vor allem noch mit Stimmen für die Demokraten, wann es aber ein valides Ergebnis geben wird – unklar.
    Georgia erwartet nur noch Wahlbriefe von Übersee-Amerikanern und -Soldaten. Hier wird es aber wohl ohnehin eine Nachzählung geben.
    North Carolina pausiert sozusagen. Grund: Dort wird bis zum 12. November auf noch ausstehende Wahlbriefe gewartet.

  • Niels Kruse
    • Niels Kruse

    Beunruhigende Szenen in Portland, Oregon: Hochgerüstete Polizisten bereiten sich auf Proteste in der sehr linken Westküstenstadt vor.

  • Niels Kruse
    • Niels Kruse

    Enthüllungsbücher über Donald Trump sind eine Gelddruckmaschine. Vor allem dann, wenn sie saftige Interna versprechen. Entsprechend besorgt seien Vertraute des US-Präsident daher über Pläne von Brad Parscale, ebenfalls in die Tastatur zu greifen. Laut Bloomberg verhandelt Trumps ehemaliger Berater und Wahlkampfchef derzeit mit Verlagen, die angeblich bereit seien, ihm eine siebenstellige Summe für seine Memoiren zu zahlen. Darin sollen auch zahlreiche Details vorkommen, die nicht besonders schmeichelhaft für Trump und seine Familie seien, heißt es. Brad Parscale wurde im Sommer rausgeworfen.

  • Niels Kruse
    • Niels Kruse

    Ist das noch Rücksichtnahme oder nur noch Mitleid? Der Republikaner Rick Santorum ruft seine Landsleute auf, Donald Trump Zeit zu geben, um seine mutmaßliche Niederlage zu akzeptieren. Auf CNN, wo der Senator regelmäßig auftritt, sagte er: "Er beginnt gerade erst zu merken, dass er wohl nicht mehr lange Präsident der Vereinigten Staaten sein wird. Manche würden sagen, dass das offenkundig ist, aber wissen tun wir es erst, wenn alle Stimmen ausgezählt worden sind."

  • Niels Kruse
    • Niels Kruse

    Die halbe Welt schaut gebannt auf die Wahlhelfer in den USA, da geht die Nachricht, dass einer der wichtigsten Mitarbeiter von US-Präsident Donald Trump sich mit Corona infiziert hat, beinahe unter: Laut Medienberichten wurde Stabschef Mark Meadows positiv auf das Virus getestet. Das Weiße Haus wollte sich dazu nicht äußern. Meadows hatte Trump am Dienstag - dem Tag der Wahl in den USA - bei einem Besuch von Wahlhelfern in Arlington bei Washington begleitet.

  • Niels Kruse
    • Niels Kruse

    Kurze Erläuterung zum Zwischenstand: Sollten sich die Ergebnisse bestätigen, dann wäre Joe Biden der gewählte, nächste Präsident der Vereinigten Staaten. Ebenso wenn er nur in Pennsylvania gewinnen würde, oder in Arizona und Nevada. In Georgia wird wegen des hauchdünnen Unterschieds auf jeden Fall noch einmal ausgezählt.

  • Niels Kruse
    • Niels Kruse

    Die aktuellen Zwischenstände:

    Pennsylvania: 28.833 Stimmen Vorsprung für Biden
    Georgia: 7248 Stimmen Vorsprung für Biden
    Arizona: 29.861 Stimmen Vorsprung für Biden
    Nevada: 22.657 Stimmen Vorsprung für Biden

  • Niels Kruse
    • Niels Kruse

    Was macht eigentlich Joe Biden? Zunächst einmal besteht er darauf, nicht der Wahlgewinner zu sein, wie er bei einem Kurzauftritt in seinem Heimatort Wilmington betonte. Aber natürlich gab er sich optimistisch: Die bisherigen Zahlen zeigten "klar und überzeugend: Wir werden diese Wahl gewinnen", so der Kandidat. Außerdem mahnte er zu Einheit und zu Geduld: "Vergesst nie, diese Stimmzettel sind nicht nur Zahlen, sie repräsentieren abgegebene Stimmen. Diese Männer und Frauen, die ihr Grundrecht ausgeübt haben." Und: "Es ist an der Zeit, dass wir als eine Nation zusammenkommen um zu heilen", sagte er.

  • Niels Kruse
    • Niels Kruse

    Das Oberste Gericht der USA hat eine erste Entscheidung zur Präsidentenwahl gefällt. Damit verfügen die Richter, dass im Bundesstaat Pennsylvania die nach Schließung der Wahllokale eingetroffenen Stimmzettel getrennt aufbewahrt und ausgezählt werden müssen. Das macht es einfacher, sie nicht bei der endgültigen Auszählung zu berücksichtigen, wenn sie für ungültig erklärt werden sollten. Der Richter Samuel Alito traf die Eilentscheidung auf Antrag der Republikaner. Die Behörden haben die Stimmzettel genau deswegen bereits getrennt gesammelt.

  • Niels Kruse
    • Niels Kruse

    Der US-Präsident zweifelt schon seit Tagen (eigentlich schon seit Monaten) an der Zuverlässigkeit der Präsidentschaftswahl. Und genauso lange kündigt er an, die Ergebnisse vor Gericht anfechten zu wollen, vor allem im wichtigen Staat Pennsylvania. Doch klagen kostet. Also ruft Donald Trump seine Anhänger zu Spenden für Rechtsstreitigkeiten bei der Wahl auf, will mit den Geldern aber auch Wahlkampfschulden abbezahlen – war aus den Kleingedruckten seiner Spendenaufrufe hervorgeht. Angesichts der drohenden Niederlage des Republikaners gegen seinen demokratischen Herausforderer Joe Biden verschickt sein Wahlkampfteam Mails an Unterstützer, in denen mit wachsendem Druck um Geld gebeten wird, wie schon stern-Kollege Marc Drewello jüngst erzählt hat.

  • Niels Kruse
    • Niels Kruse

    Angesichts des zwar absehbaren, aber nicht endgültigen Wahlergebnisses warnt Donald Trump seine Kontrahenten Joe Biden davor, sich als Sieger auszurufen. "Joe Biden sollte das Amt des Präsidenten nicht zu Unrecht beanspruchen. Ich könnte diese Behauptung auch machen. Gerichtsverfahren beginnen gerade erst!", schrieb er auf Twitter. Kurz danach legte Trump nach: "Ich hatte in all diesen Staaten bis spät in die Wahlnacht hinein einen so großen Vorsprung, nur um all den Vorsprung auf wundersame Weise verschwinden zu sehen, als die Tage vergingen", schrieb Trump ungeachtet der Tatsache, dass eine solche Entwicklung bei einer Wahl alles andere als ungewöhnlich ist. "Vielleicht wird all der Vorsprung zurückkehren, wenn unsere rechtlichen Verfahren voranschreiten!"

  • Niels Kruse
    • Niels Kruse

    Guten Morgen, die Auszählung in den USA zieht sich und zieht sich. Es machen bereits makabere Witze die Runde, etwa: Wenn sich das weiterhin so hinzieht, erleben die Kandidaten das Ende nicht mehr. Nun ja, jedenfalls hat Nevada schon bekannt gegeben, wohl das ganze Wochenende zu brauchen - wir vom stern halten sie mit dem Liveblog auf dem Laufenden.

  • DieterHoss
    • DieterHoss

    Auch der Freitag ist ins Land gezogen ohne ein finale Entscheidung der US-Wahl. In den entscheidenden Staaten liegt Joe Biden zur Stunde in Führung:
    Georgia: mit gut 4000 Stimmen
    Pennsylvania: mit gut 19.000 Stimmen
    Nevada: mit gut 22.000 Stimmen
    Arizona: mit knapp 37.000 Stimmen
    Eine Entscheidung ist dennoch vorerst nicht in Sicht. Am Samstag gilt: The counting continues. Es wird weiter ausgezählt.

  • DieterHoss
    • DieterHoss

    Wie sieht es eigentlich in North Carolina und Alaska aus? Die beiden Bundesstaaten, in denen ebenfalls noch kein Ergebnis vorliegt, sind aus dem Fokus geraten, weil dort Joe Biden praktisch keine Chance hat. In North Carolina führt Trump während der gesamten Auszählung und derzeit mit 1,4 Prozentpunkten. 98 Prozent der Stimmen sind ausgezählt; es geht um 16 Wahlleute. Und in Alaska hält Trump derzeit fast 63 Prozent; hier wird ohnehin in den kommenden Tagen noch gezählt. Hier geht es um drei Wahlleute.

  • DieterHoss
    • DieterHoss

    Allmählich scheint es Trump zu dämmern. Das berichtet zumindest CNN-Korrespondent Jim Acosta, der sich auf "Quellen" aus dem Weißen Haus bezieht. Trump beurteile die Situation inzwischen etwas "realistischer", heißt tes. Das bedeute allerdings (noch) nicht, dass der Präsident bereits aufgegeben habe.


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