US-Wahl McCain zieht an Obama vorbei


Knapp zwei Monate vor der US-Wahl hat der republikanische Präsidentschaftskandidat deutlich an Zustimmung gewonnen. In einer Umfrage liegt John McCain derzeit vor Gegenspieler Barack Obama. Dabei profitiert er offenbar von den positiven Reaktionen auf seine Vizepräsidenten-Kandidatin Sarah Palin.

Der republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain liegt einer Umfrage zufolge derzeit in der Wählergunst leicht vor seinem demokratischen Gegenspieler Barack Obama. Laut einer am Sonntagabend veröffentlichten Erhebung des Instituts Gallup käme McCain auf 50 Prozent der Stimmen, während Obama nur 46 Prozent erreichen würde. In der vergangenen Woche hatte Obama noch einen Acht-Prozent-Vorsprung auf den Republikaner gehabt.

McCain profitierte zuletzt offensichtlich vom Nominierungsparteitag der Republikaner und den überwiegend positiven Reaktionen auf seine Vizepräsidenten-Kandidatin Sarah Palin.

Zudem hatte sich der 72-Jährige auf dem Parteitag als Garant für einen Politikwechsel in Washington dargestellt und sich damit ein zentrales Wahlversprechen seines Gegners Obama zu eigen gemacht. Der scheidende und weitgehend unpopuläre Präsident George W. Bush ist wie McCain Republikaner.

Beobachter gehen jedoch davon aus, dass es sich bei den Stimmengewinnen in der Umfrage eher um einen kurzfristigen Effekt handelt. Die Erhebung des Gallup-Instituts hat eine Fehlerwahrscheinlichkeit von zwei Prozent.

Weniger als zwei Monate vor der US-Präsidentenwahl am 4. November ist das Rennen ums Weiße Haus damit völlig offen.

AP/Reuters AP Reuters

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