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Hurrikan "Dorian": US-Wetterbehörde will prüfen, warum sie plötzlich Trumps Alabama-Warnung bestätigte

"Sharpie-Gate" heißt die Posse um eine geänderte Wetterkarte, mit der Donald Trump beweisen wollte, dass seine Hurrikan-Warnung für Alabama doch stimmt. Weil ihm überraschend die Wetterbehörde zur Hilfe gekommen war, will die nun den Vorfall untersuchen.

Hurrikan "Dorian": Streit um bemalte Wetterkarte: Twitter-User zeigen, wie Trump alle Probleme mit einem Stift lösen kann

Wird das absurde "Sharpie-Gate" endgültig zum Politikum? Als Donald Trump vor wenigen Tagen warnte, dass der Hurrikan "Dorian" auch Teile des US-Bundesstaats Alabama treffen könne, widersprach er damit der Vorhersage seiner Wetterexperten. Als er darauf vor Journalisten eine offenbar mit einem Edding (in den USA "Sharpie") nachbearbeitete Karte zeigte, auf der Alabama eingekreist war, machte sich Spott breit. Thema erledigt? Nein. Im Gegenteil.

Behörde unterstützt überraschend Donald Trump

Denn obwohl für Alabama nur ein äußerst geringes Hurrikan-Risiko prognostiziert war, eilte die NOAA, die nationale Wetterbehörde der Vereinigten Staaten, plötzlich dem US-Präsidenten zu Hilfe und bestätigte im Wesentlichen dessen Version - allerdings in einer "unsignierten Mitteilung". Danach hieß es plötzlich, das Amt sei angewiesen worden, dem US-Präsidenten auf keinen Fall zu widersprechen. Was ist da passiert?

Hurrikan "Dorian": Streit um bemalte Wetterkarte: Twitter-User zeigen, wie Trump alle Probleme mit einem Stift lösen kann

Der amtierende Chef-Forscher des NOAA, Craig McLean, jedenfalls will die Angelegenheit nun untersuchen. In einer E-Mail an Mitarbeiter, die der "Washington Post" vorliegt, kündigt er Nachforschungen an, ob die Trump-bestätigende Antwort gegen Richtlinien der NOAA verstoßen habe. In den Schreiben verteidigt McLean die ursprüngliche Vorhersage (die Alabama nicht in Gefahr sah) und verurteilte den "nicht korrekten Widerspruch" als "politische" Reaktion. "Nach meinem Verständnis ist das eine Einmischung, die nicht auf Wissenschaft beruht, sondern auf externen Faktoren, inklusive Ruf und Auftreten, einfach gesagt: die politisch sind.

"Akzeptiere die Entschuldigungen der Fake News"

Trump hatte per Twitter auf der am 28. August datierten Karte der Regionalbehörde South Florida Water Management Office auf der verschiedene Vorhersagemodelle zusammengestellt waren getwittert - darunter auch einige mit Auswirkungen auf Alabama. Am Fuß der Karte stand allerdings der Hinweis: "Diese Grafik ist eine Ergänzung und ersetzt nicht die Angaben des NHC. Falls irgendetwas auf dieser Karte verwirrt, ignorieren Sie das ganze Produkt." Für Trump dennoch der Beweis dafür, dass er recht hatte: "Ich akzeptiere die Entschuldigungen der Fake News", schrieb er.

nik