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Bombardement: Von der Leyen kritisiert türkische Angriffe auf PKK-Rebellen

Nach Angriffen auf PKK-Stellungen durch das türkische Militär hat Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen die Regierung in Ankara kritisiert.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen spricht bei ihrem Infanteriebesuch in Viereck

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen spricht bei ihrem Infanteriebesuch in Viereck

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat die Offensive der türkischen Armee gegen die kurdische Arbeiterpartei PKK kritisiert. "Genauso, wie es richtig ist, dass die Türkei das Recht hat, sich gegen den IS zu wehren, genauso wichtig ist es, dass sie den eingeschlagenen Pfad der Versöhnung mit der kurdischen Arbeiterpartei nicht verlässt", sagte von der Leyen der "Bild am Sonntag".

Die türkische Luftwaffe hatte am frühen Freitagmorgen erstmals Stellungen der Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) im Nachbarland Syrien bombardiert. Darüber hinaus griff sie militärische Einrichtungen der PKK im Nordirak an. Für den fragilen Friedensprozess der Regierung in Ankara mit der in der Türkei verbotenen Kurdenorganisation stellen die Angriffe auf die PKK-Stellungen eine schwere Belastungsprobe dar.

Grünen-Chef Cem Özdemir appellierte an die Bundesregierung, auf die türkische Regierung einzuwirken. Es mache keinen Sinn, die IS-Miliz zu bekämpfen und gleichzeitig die Kurden, ihren "wichtigsten Gegner vor Ort", zu schwächen, sagte Özdemir der "Bild am Sonntag". "Das muss auch die Bundesregierung klar und deutlich ihrem Nato-Partner Türkei sagen."

fin / AFP