Vor der Amtseinführung Obama bremst, die Menge jubelt


Erst inszeniert sich Barack Obama mit der historischen Zugfahrt Abraham Lincolns von Philadelphia nach Washington erneut selbst, dann tritt er auf die Euphorie-Bremse. Es werde Fehlstarts und Rückschläge geben, kündigte der künftige US-Präsident an. Die Menge jubelte dennoch.

Der designierte US-Präsident Barack Obama hat die Menschen in den USA am Sonntag auf einem Konzert zu seiner Amtseinführung noch einmal an die vor ihm liegenden großen Herausforderungen erinnert. Gleichzeitig verbreitete er Zuversicht: "Alles ist in Amerika möglich", erklärte Obama vor zehntausenden Zuhörern.

"Trotz der riesigen Herausforderung, die vor uns liegt, stehe ich hier zuversichtlicher denn je, dass die Vereinten Staaten von Amerika dies überstehen werden - dass sie sich durchsetzen werden, dass der Traum unserer Gründer in unserer Zeit fortlebt", sagte Obama zum Abschluss des Konzertes am Lincoln-Denkmal. "Unsere Nation befindet sich im Krieg. Unsere Wirtschaft ist in der Krise. Millionen Amerikaner verlieren ihre Arbeitsplätze und ihre Häuser." Keine dieser Herausforderungen sei einfach zu meistern, sagte Obama. Es werde länger als einen Monat oder ein Jahr dauern, vermutlich würden Jahre vergehen. Und der künftige Präsident mahnte, es werde auch Rückschläge und Fehlstarts gebe, Tage, an denen das Land auf die Prüfung gestellt werde.

Eröffnet hatten das Konzert zu Ehren Obamas Bruce Springsteen und ein rot gekleideter Gospelchor. Die Zuhörer brachen in Jubel aus, als Obama zusammen mit seiner Ehefrau Michelle eintraf. Weitere Künstler, die auftraten, waren Beyoncé, Bono, Stevie Wonder, Garth Brooks und John Mellencamp.

Obama war am Samstag nach einer symbolträchtigen Bahnfahrt zu seiner Amtseinführung als 44. Präsident der USA in der Hauptstadt eingetroffen. Er tritt am Dienstag die Nachfolge von George W. Bush an. Wie einst Abraham Lincoln im Jahr 1861 war der künftige Präsident mit dem Zug von Philadelphia, der Wiege der amerikanischen Demokratie, nach Washington gefahren. Begleitet wurde er von seiner Familie. Am Rand der 217 Kilometer langen Strecke jubelten mehrere zehntausend Menschen Obama zu.

AP AP

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