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17. Juni: NPD meldet Kundgebung an Gedenktag an

Laut Polizei hat die NPD für den Gedenktag an den DDR-Arbeiteraufstand vom 17. Juni 1953 an diesem Freitag eine Kundgebung unter dem Motto "Arbeiter wehrt euch, damals wie heute" angemeldet. Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur teilte mit, es könne nicht zugelassen werden, dass die NPD das Eintreten dieser Menschen für Freiheit und Demokratie verhöhne.

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur hat sich gegen Versuche der rechtsextremen NPD gewandt, das Gedenken an den DDR-Arbeiteraufstand vom 17. Juni 1953 zu vereinnahmen. "Es kann kein gemeinsames Gedenken an den 17. Juni mit Extremisten geben", erklärten Vorstandsvorsitzender Rainer Eppelmann und Geschäftsführerin Anna Kaminsky am Donnerstag.

Laut Polizei hat die NPD für den Gedenktag an diesem Freitag eine Kundgebung unter dem Motto "Arbeiter wehrt euch, damals wie heute" angemeldet. Über den Ort werde derzeit mit der NPD verhandelt, sagte ein Polizeisprecher.

Der "Tagesspiegel" (Donnerstag) berichtete, dass sich die Rechtsextremen am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin-Mitte versammeln wollen, wo die Parteizentrale der Linken ihren Sitz hat. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Demokraten Berlins diesen Platz den Faschisten überlassen", zitierte das Blatt Parteichef Klaus Ernst.

Die Aufarbeitungsstiftung teilte mit, das Gedenken am 17. Juni gelte den Opfern und all jenen, die in der DDR Widerstand leisteten. Es könne nicht zugelassen werden, dass die NPD das Eintreten dieser Menschen für Freiheit und Demokratie verhöhne.

AFP / AFP
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