Veranstaltungen Andenken an den Aufstand


Der 50. Jahrestag des Arbeiteraufstandes in der DDR am 17. Juni 1953 wird bundesweit mit rund 500 Veranstaltungen und Projekten gewürdigt.

Nach Angaben der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur beschäftigen sich rund 60 Ausstellungen, zahlreiche Diskussionsrunden, mehr als 30 Schülerprojekte, Publikationen, sechs Theaterstücke sowie Filme und Radiosendungen mit dem historischen Ereignis. Daneben sind auch Gedenkveranstaltungen geplant.

Seit dem 28. Mai

zeigt die Berliner Akademie der Künste in einer Ausstellung in der Hauptstadt die Reaktion von Künstlern auf die damaligen Massenproteste

5. Juni

Bundesfinanzminister Hans Eichel stellt in Berlin eine Sonderbriefmarke sowie Gedenkmünze zum Volksaufstand vor. Mit den Erlösen sollen Projekte zur Geschichtsaufarbeitung finanziert werden

11. Juni

Die Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Marianne Birthler, lädt zu einer historischen Spurensuche in das Berliner Abgeordnetenhaus mit Zeitzeugen, Talkrunden und Lesungen. Der Präsident des Bundesrates, Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU), wird eine Rede halten

14. Juni

In Bitterfeld wird eine Ausstellung über den Aufstand in der Industrieregion eröffnet. Bitterfeld war ein Zentrum der Erhebung

16. Juni

Die Stasi-Gedenkstätte-Berlin-Hohenschönhausen öffnet zu einer Langen Nacht des 17. Juni. Dazu wird auch der Liedermacher Wolf Biermann erwartet, der von der DDR ausgebürgert worden war

Der Berliner Senat will bei einer Gedenkveranstaltung im Roten Rathaus den Dialog von Aufständischen des 17. Juni mit Jugendlichen in Gang setzen

17. Juni:

Bundestag und Bundesrat kommen in Berlin zu einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung zusammen. Bei der Gedenkstunde im Bundestag wird voraussichtlich Bundespräsident Johannes Rau in einer Rede das historische Ereignis würdigen

In der Hauptstadt legen Mitglieder der Bundesregierung und des Berliner Senats Kränze auf dem Städtischen Friedhof Seestraße nieder

Das Bürgerbüro um Bärbel Bohley und der Deutsche Gewerkschaftsbund wollen in der Berliner Karl-Marx-Allee, der früheren Stalinallee, aus Abbruchziegeln eine Steinzeile errichten und damit an die aufständischen Bauarbeiter von damals erinnern. Erwartet wird auch DGB-Chef Michael Sommer

DPA

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