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AfD-Parteitag: Adressen von Mitgliedern geleakt - AfD fürchtet um Sicherheit

Auf dem Stuttgarter AfD-Bundesparteitag sorgt ein Datenleck für große Aufregung. Eine linke Internetseite veröffentlichte die Namen, Adressen und Telefonnummern von rund 2000 Parteimitgliedern.

Datenleck für Frauke Petry und die AfD: 2000 Partei-Mitglieder stehen mit Adressen im Netz.

Datenleck für Frauke Petry und die AfD: 2000 Partei-Mitglieder stehen mit Adressen im Netz.

Die AfD fürchtet Übergriffe auf ihre Mitglieder nach der Veröffentlichung der Adressen der über 2000 Teilnehmer ihres Stuttgarter Parteitages auf einer linksgerichteten Webseite. Parteichef Jörg Meuthen erklärte am Sonntag zum Auftakt des zweiten Sitzungstages, dies habe erhebliche Unruhe unter Mitgliedern ausgelöst. Er kündigte rechtliche Schritte gegen die Betreiber der Seite "linksunten.indymedia.org" an. "Wir fordern die Bundesregierung auf, und zwar speziell Herrn Bundesjustizminister (Heiko) Maas auf, nun endlich mit gleicher Intensität gegen linksradikale Webseiten vorzugehen wie gegen rechtsradikale", erklärte Meuthen.

AfD: Mitgliedsnummer und Adressen im Netz

Auf der Seite waren am Sonntag die Namen von über 2000 Parteitagsmitgliedern nachzulesen mit Wohnadresse, Telefon- oder Handy-Nummern, email-Adressen, Geburtsdatum und und AfD-Mitgliedsnummer. Die Betreiber charakterisieren sich selbst als "dezentral organisiertes, weltweites Netzwerk sozialer Bewegungen". "Die Plattform indymedia.org soll diesen Bewegungen die Möglichkeit bieten, frei von staatlichen Kontrollen und kapitalistischen Interessen Berichte, Erfahrungen, Analysen, Träume und Meinungen zu verbreiten, um Gegenöffentlichkeit zu schaffen", heißt es auf der Seite.

Reuters
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