Fried – Die Politik-Kolumne Die Außenministerin Annalena Baerbock geht gern mal auf Distanz zum Kanzler. Das ist sorgsam durchdacht

Annalena Baerbock und Olaf Scholz stehen sich gegenüber
Außenministerin Annalena Baerbock lässt gegenüber Kanzler Olaf Scholz gerne mal Distanz erkennen
© EPA/CLEMENS BILAN
Außenministerin Annalena Baerbock hat ein Lieblingswort: gemeinsam. Doch ihr Verständnis von Gemeinsamkeit kennt Abstufungen. Besonders wenn es Bundeskanzler Olaf Scholz betrifft. Warum sie anders handelt als ihr Vorgänger Joschka Fischer.

Eines von Annalena Baerbocks Lieblingswörtern heißt: gemeinsam. Sie hat es schon als Kanzlerkandidatin oft benutzt, vielleicht auch, weil es nach ihren Fehlern zu Beginn des Wahlkampfs zeitweise recht einsam um sie geworden war. Als Außenministerin benutzt sie das Wort wieder häufig, was manchmal zu merkwürdigen Sätzen führt. So sagte sie jüngst im "Heute-Journal": "Der Bundeskanzler reist nach China, um dort gemeinsam deutlich zu machen, dass wir logischerweise die globalen Herausforderungen wie die Klimakrise nur gemeinsam lösen können."

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