VG-Wort Pixel

Grünen-Parteitag Annalena Baerbock erklärt, warum sie "Scheiße" sagte

Annalena Baerbock
Annalena Baerbock auf dem Bundesparteitag der Grünen
© Kay Nietfeld/ / Picture Alliance
Annalena Baerbock entfuhr nach ihrer Rede am Samstag auf dem Bundesparteitag ein Kraftausdruck. Im ZDF erklärte sie, wie es dazu kam. 

Es war eine Szene vom Bundesparteitag der Grünen, die im Gedächtnis blieb: Im Anschluss an ihre Nominierung zur Kanzlerkandidatin hielt Annalena Baerbock eine knapp dreiviertelstündige Rede, in der sie sich zunächst emotional für den Rückhalt ihrer Partei bedankte und dann über die politische Agenda sprach. Als sie geendet hatte, genoss sie kurz lächelnd den aufbrausenden Applaus und trat dann ab. Robert Habeck erwartete sie bereits. Baerbock klopfte ihm kurz auf die Schulter und die beiden gingen zusammen davon. 

Dabei entfuhr Annalena Baerbock gut hörbar das Wort "Scheiße". Offenbar wusste sie nicht, dass ihr Mikrofon noch offen war. Was war der Grund für diesen derben Ausspruch? Etwa Unzufriedenheit mit dem eigenen Auftritt? Zuvor hatte sie einen kleinen Versprecher in ihrer Rede. Vielleicht war es aber auch die pure Erleichterung, nachdem zuvor die Anspannung der vergangenen Tage von ihr abgefallen war. 

Annalena Baerbock erklärt Kraftausdruck im ZDF

Im ZDF erklärte Annalena Baerbock am Sonntag bei "Berlin direkt", warum ihr das derbe Wort entfuhr. "Ich habe hier sehr deutlich gemacht, dass es bei dieser Bundestagswahl um eine Weichenstellung geht", so Baerbock am ZDF-Mikro. Die Frage sei, ob die Grünen sich "weiter durchwurschteln politisch" oder große Zukunftsaufgaben mit Mut, mit Leidenschaft und vor allem mit Menschlichkeit angehen würden. Dabei habe sie in ihrer Rede einmal nochmal neu ansetzen müssen, so Baerbock. Darüber hätte sie sich dann "ein bisschen" geärgert. In Ihrer Rede hatte sie an einer Stelle versehentlich "liberale Feinde" statt "Feinde der liberalen Demokratie" gesagt. 

Grünen-Parteitag: Annalena Baerbock erklärt, warum sie "Scheiße" sagte

Im Video: Die Delegierten wählten die Parteivorsitzenden Annalena Baerbock und Robert Habeck mit einer Zustimmung von 98,5 Prozent zum Spitzenduo bei der Bundestagswahl. Baerbock tritt dabei als Kanzlerkandidatin an.

rös

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker