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Atomendlager-Suche: Bund will Gorleben vorerst einmotten

Die Bundesregierung will den Salzstock Gorleben offenbar nicht weiter erkunden. Laut einem Zeitungsbericht sollen die Arbeiten an dem Atomendlager noch in diesem Jahr eingestellt werden.

Die Bundesregierung nimmt nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" vorerst Abstand von der weiteren Erkundung des Salzstocks Gorleben als Atomendlager. Die Arbeiten dort sollten "noch in diesem Jahr" beendet werden, heißt es dem Blatt zufolge in einem Einigungsvorschlag, den die Bundesregierung inoffiziell den Ländern unterbreitet habe. "Nach dem Einstellen der Erkundungsarbeiten im Salzstock Gorleben findet ein Offenhaltungsbetrieb ohne weitere Erkundungen statt", zitiert die "SZ" aus dem Papier, das ihr vorliegt.

Im Zuge von Atomausstieg und Energiewende waren Bund und Länder übereingekommen, mehrere mögliche Standorte für ein Endlager für hochradioaktiven Atommüll zu prüfen. Seit vier Monaten beraten sie über ein entsprechendes Gesetz, dass zu etwa 90 Prozent fertig ist. Umstritten ist bisher aber, wann und wie der Salzstock im niedersächsischen Gorleben mit anderen Standorten verglichen werden soll. Er wird seit 35 Jahren als einzige Option geprüft.

Einigung in greifbarer Nähe

Nach dem Kompromissvorschlag soll Gorleben nur dann wieder erkundet werden, wenn das nötig wird, um den Salzstock mit anderen Standorten zu vergleichen. Möglich solle allerdings ein "Forschungslaborbetrieb" sein, schreibt die "SZ" weiter.

Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) sagte der Zeitung: "Die Einigung zwischen Bund und Ländern ist in greifbarer Nähe." Sein Ziel sei es, bis zum Sommer ein Rahmengesetz zu beschließen.

kbe/DPA / DPA
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