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Bafög-Antrag: Fünf Stunden sind zu viel

Ein Antrag auf Bafög-Förderung soll einfacher werden. Grundlage dafür sind die Ergebnisse des Projekts "Einfacher zum Studierenden-Bafög", die die Bundesregierung am Donnerstag in Berlin vorstellte.

Ein Antrag auf Bafög-Förderung soll einfacher werden. Grundlage dafür sind die Ergebnisse des Projekts "Einfacher zum Studierenden-Bafög", die die Bundesregierung am Donnerstag in Berlin vorstellte. Die Untersuchung aus der Perspektive von Studierenden, Eltern und Studentenwerken führe zu zahlreichen Anregungen für Vereinfachungen, erklärte der Staatsminister im Bundeskanzleramt, Eckart von Klaeden (CDU). Jetzt gehe es darum, dass die Beteiligten bei Bund, Ländern und Behörden die machbaren Vorschläge zügig umsetzen.

Zu den Forderungen zählt unter anderem, dass die Anträge künftig flächendeckend online gestellt werden können. Für ein elektronisches Antragsverfahren sprachen sich in der Untersuchung 70 Prozent der Befragten aus. Die Studie ergab zudem, dass das Ausfüllen eines Erstantrages im Schnitt 5,5 Stunden in Anspruch nimmt. An dem Projekt waren die Bundesregierung, der für den Bürokratieabbau zuständige Normenkontrollrat sowie acht Bundesländer beteiligt.

Die bildungspolitischen Sprecher der CDU/CSU- und FDP-Bundestagsfraktion, Albert Rupprecht und Patrick Meinhardt, erklärten, 5,5 Stunden im Schnitt für das Ausfüllen eines Bafög-Antrages seien "definitiv zu viel". Sie appellierten an die Länder, dem Vorbild Bayerns und Hamburgs zu folgen und flächendeckend eine Online-Antragstellung zu ermöglichen.

AFP / AFP