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BND-Präsident: "Wir hören die USA nicht ab"

Der BND steht weiter treu an der Seite des Verbündeten: Gegen die USA werde nicht spioniert und die Zusammenarbeit mit der NSA sei notwendig, sagte Deutschlands Chef-Spion Gerhard Schindler.

Der Bundesnachrichtendienst (BND) bleibt nach eigenen Angaben trotz NSA-Affäre eindeutig bei der Linie, die USA nicht abzuhören. "Wir arbeiten nach klaren Vorgaben. Diese Vorgaben gibt uns die Bundesregierung, und in diesen Vorgaben ist die USA als Aufklärungsobjekt nicht enthalten. Und wo nichts aufgeklärt wird, wird auch nichts abgehört", sagte der Präsident des deutschen Auslandsgeheimdienstes, Gerhard Schindler, am Montagmorgen im ZDF.

Schindler will trotz immer neuer Enthüllungen zur National Security Agency (NSA) an einer Kooperation mit dem US-Dienst festhalten. "Wir haben routiniert mit der NSA vorher zusammengearbeitet und werden es auch in der Zukunft tun." Ohne internationale Zusammenarbeit sei Geheimdienstarbeit nicht möglich.

Am Vormittag sollten die ersten 174 Mitarbeiter in die neue BND-Zentrale in Berlin einziehen. Am Sonntag berichtete "Der Spiegel" über eine NSA-Datenbank, in der mehr als 300 Berichte über Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gespeichert sein sollen. Neben Merkel sollen über 100 weitere Staats- und Regierungschefs offiziell als Spionageziele erfasst sein.

tis/DPA / DPA