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Bonus-Verzicht: Wenig Lob für Ackermann

Deutsche Bank-Chef Ackermann verzichtet auf seine Bonuszahlungen - und sorgt damit für Aufregung. Reine Show, sagen vor allem Politiker. Vereinzelt heißt es, Ackermanns Ankündigung sei populistisch.

Von Tiemo Rink

Der Mann ist irritiert. "Wollen die Manager anderer Banken jetzt etwa auch auf Bonuszahlungen verzichten?" fragt der Mitarbeiter eines großen Finanzunternehmens im Gespräch mit stern.de hektisch. Es klingt fast ein wenig so, als müsste in diesem Fall schnellstmöglich die Marketingstrategie geändert werden. Denn Josef Ackermann, Chef der Deutschen Bank, hat mit dem angekündigten Verzicht auf seinen Jahresbonus offenbar für Verwirrung gesorgt. Folgen nun andere Banken dem Beispiel des Spitzenverdieners nach? Es sieht nicht so aus.

Ginge es nach Peter Sodann - Josef Ackermann säße längst in Untersuchungshaft. Wäre er Polizeikommissar von Deutschland, so der ehemalige Tatort-Kommissar und Kandidat der Linkspartei für das Amt des Bundespräsidenten in einem Interview, "würde ich Herrn Ackermann verhaften." Wie man für Aufsehen sorgt - Sodann weiß es längst. Doch der wegen der Bankenkrise einmal mehr in die Kritik geratene Topmanager schlägt zurück - im Büßergewand. "Zugunsten verdienter Mitarbeiter, die das Geld nötiger haben als ich", will der Deutsche Bank Chef in diesem Jahr auf seinen Bonus verzichten.

Kein Kommentar

"Ich werde das im Moment nicht kommentieren", erklärt Joachim Strunk, Pressesprecher der Postbank, zu stern.de. Ackermann scheint das rote Tuch zu sein in diesen Tagen. Aus der Finanzbranche mag kaum jemand über ihn reden. Das gilt auch für die Sprecher der Dresdner Bank und der Commerzbank. In absoluten Zahlen gerechnet scheinen die Unterschiede zwischen den Häusern auch beträchtlich zu sein. Gut 1,5 Millionen Euro verdiente zum Beispiel Postbank-Chef Wolfgang Klein im letzten Jahr, knapp 800.000 Euro waren davon Bonuszahlungen.

Über ein solches Gehalt können die Spitzenverdiener der Finanzbranche wohl nur lächeln. Zum Beispiel Ackermann. Sein Grundgehalt beträgt rund 1,2 Millionen Euro, durch Bonusvergütungen kam er im letzten Jahr auf gut 14 Millionen Euro. In diesem Jahr wird sein Bonus wegen der Finanzkrise mutmßlich deutlich geringer ausfallen - in der Suppenküche muss er jedoch auch zukünftig nicht anstehen. "Was Ackermann jetzt macht, ist doch populistisch", kommentiert ein Banker, der seinen Namen nicht veröffentlich sehen möchte. Schließlich sei noch überhaupt nicht absehbar, ob Ackermann wegen der Finanzkrise in diesem Jahr überhaupt Zuschüsse bekommen hätte.

Begrenzung von Managergehältern

Wenn Banker im Allgemeinen als Ausbund der Verschwiegenheit gelten, gilt für Politiker das Gegenteil. Und selten war es einfacher als in der aktuellen Bankenkrise, in der Bevölkerung zu punkten. Dass Banker jahrelang forderten, der Staat müsse sich aus der Wirtschaft heraushalten, ist ihnen in den letzten Wochen regelmäßig um die Ohren gehauen worden. Dass aber weite Teile der Politik diesem Wunsch auch gerne nachkamen - vergeben und vergessen. Stattdessen bezeichnet der SPD-Fraktionschef Peter Struck Ackermanns angekündigten Verzicht als "Schauveranstaltung". Mit dieser Einschätzung steht Struck nicht alleine.

Die Zeichen der Zeit - auch sein Parteigenosse Johannes Kahrs hat sie erkannt. "Ich fände es gut, wenn Ackermann die Boni nicht nur aus diesem, sondern auch aus den letzten Jahren zurückgibt", sagt der Sozialdemokrat, der als Mitglied des Seeheimer Kreises zum rechten Rand der SPD gehört, im Gespräch mit stern.de. "Wäre Ackermann Politiker, wäre er zurückgetreten. Oder zurückgetreten worden", so Kahrs, der in der Vergangenheit nicht unbedingt als Kritiker des Banksektors in Erscheinung getreten ist.

Und auch eine andere schillernde Forderung scheint plötzlich mehrheitsfähig zu werden, für deren Umsetzung bisher nur die Linkspartei warb: die Begrenzung der Managergehälter. Bundesfinanzminister Steinbrück fordert nun eine Gehaltsobergrenze von 500.000 Euro bei Managern, deren Banken in der Finanzkrise staatliche Unterstützung brauchen. Das sehen plötzlich auch die Konservativen so. Wolfgang Bosbach, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Fraktion, sagt im Gespräch mit stern.de: "Steinbrücks Vorschlag ist notwendig. Wenn die Allgemeinheit sich in so großem Umfang engagiert, ist es nicht akzeptabel, dass sie keine Mitspracherechte erhält."

Vorbild Ackermann?

Ackermanns Verzicht wertet kaum jemand als Zeichen der Selbstkritik. "Das ist eine sehr löbliche Geste, aber nicht mehr als ein Marketing-Gag", kritisiert Lothar Gries, Sprecher der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger. An der grundsätzlichen Frage, wie Gehälter zukünftig zu bemessen seien, ändere Ackermanns Verhalten jedoch gar nichts, so Gries weiter.

Doch auch wenn mit Kritik am Chef der Deutschen Bank nicht gespart wird, irgendwie taugt er scheinbar doch zum Vorbild. "Ich kann nur hoffen, dass andere Manager Ackermann nachfolgen", sagt der CSU-Bundestagsabgeordnete Karl-Theodor zu Guttenberg im Gespräch mit stern.de. Sollten das tatsächlich Vorstandsmitglieder anderer Banken tun - es dürfte ein unterhaltsamer Wettkampf werden: Deutschland sucht den nettesten Banker.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(