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Berliner Pannenflughafen: Brandenburg will Minister aus BER-Aufsichtsrat abziehen

Im Aufsichtsrat des Flughafens BER sollen in Zukunft mehr externe Experten sitzen. Brandenburg will seine Minister abziehen. Auch die Nachfolge von Aufsichtsratschef Wowereit steht noch nicht fest.

Ein Nachfolger für Klaus Wowereit als Aufsichtsratschef des BER steht noch nicht fest

Ein Nachfolger für Klaus Wowereit als Aufsichtsratschef des BER steht noch nicht fest

Brandenburg erwägt Medienberichten zufolge, seine Kabinettsmitglieder aus dem Aufsichtsrat der Berliner Flughafengesellschaft abzuziehen. Beiden brandenburgischen Minister in dem Gremium sollen demnach durch Experten von außen ersetzt werden, berichteten der RBB und der "Tagesspiegel" übereinstimmend. Die stellvertretende Regierungssprecherin Gerlinde Krahnert sagte der Nachrichtenagentur DPA: "Der Meinungsbildungsprozess in Brandenburg ist noch nicht abgeschlossen. Das Kabinett wird sich am Dienstag mit der Thematik befassen."

Laut "Tagesspiegel" haben sich zudem der designierte Regierende Berliner Bürgermeister Michael Müller (SPD) und Ministerpräsident Woidke in einem Spitzentreffen darauf verständigt, den Posten des Aufsichtsratschefs mit einem externen Experten zu besetzen. Müller selbst wolle diesen Vorsitz nicht übernehmen - aber in den Aufsichtsrat gehen. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD), der bis zu seinem Rücktritt am kommenden Donnerstag auch Aufsichtsratschef ist, sagte der DPA, er wisse nicht, wer sein Nachfolger im Aufsichtsrat werde.

Am Freitag beraten in Schönefeld Berlins Regierender Bürgermeister und weitere Verantwortliche, wann der Flughafen ans Netz gehen könnte. Die meisten Beobachter rechnen nicht mehr mit einer Eröffnung des Flughafens vor 2017.

ono/DPA / DPA
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