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Bundesinnenminister zu Islamismus Friedrich sieht 1000 mögliche Terroristen in Deutschland


In wenigen Tagen jähren sich die Anschläge vom 11. September zum zehnten Mal, und die islamistische Terrorgefahr ist auch in Deutschland weiterhin gegenwärtig. Laut Bundesinnenminister Friedrich sind Einzeltäter die größte Gefahr.

Kurz vor dem 10. Jahrestag der Terroranschläge auf New York und Washington hat Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) in der "Bild"-Zeitung vor islamistischen Terroristen in Deutschland gewarnt. Friedrich sagte: "Wir haben fast 1000 Personen, die man als mögliche islamistische Terroristen bezeichnen könnte. Davon wiederum sind 128 Gefährder, also Personen, bei denen Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass sie erhebliche Straftaten begehen könnten, das schließt auch einen Anschlag mit ein."

Ungefähr 20 dieser Gefährder hätten zudem eindeutig eine Ausbildung in einem Terrorcamp absolviert, so Friedrich weiter. Viele der Betroffenen stünden daher unter permanenter Beobachtung durch die Behörden. "Die größte Gefahr geht heute eher von Einzeltätern aus. Sie sind schwer zu entdecken."

Appell an Muslime in Deutschland

Der Innenminister kritisierte: "Der militante Islamismus missbraucht die Religion als unmenschliche Kampf-Ideologie." Um dieser Entwicklung entschieden entgegentreten zu können, forderte er die Muslime in Deutschland zur Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden auf.

Friedrich bekräftigte, dass Deutschland keine weiteren Guantánamo-Häftlinge aufnehmen wird. Im Sommer 2010 hatte die Bundesregierung mit den USA vereinbart, zwei ehemalige Häftlinge des umstrittenen US-Gefangenenlagers auf Kuba aufzunehmen. "Die beiden Personen wurden aufgenommen und werden seitdem intensiv begleitet. Weitere Häftlinge nehmen wir nicht auf. Es gibt auch keine neuen Anfragen aus den USA."

mad/DPA DPA

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