CSU-Krise Seehofer will nicht gegen Stoiber kandidieren


Das Personalkarussell um mögliche Stoiber-Nachfolger dreht sich weiter: Jetzt hat der stellvertretende CSU-Vorsitzende Horst Seehofer erklärt, er wolle sich nicht gegen den angeschlagenen Parteichef Edmund Stoiber um das oberste Parteiamt bewerben. Unterdessen kämpft Stoiber an der Basis.

"Ich werde niemals gegen Edmund Stoiber als Parteivorsitzender oder in anderen Funktionen kandidieren", sagte Seehofer am Sonntag in der ZDF-Sendung "Berlin direkt". "Ich werde auch nicht zur Verfügung stehen als Ergebnis einer Zermürbungsstrategie, dass man also so lange hämmert, bis jemand sagt: Jetzt mag ich nicht mehr, um dann als Parteivorsitzender zur Verfügung zu stehen. Auch eine solche Strategie wird von mir vehement bekämpft und abgelehnt."

Unterdessen kämpft Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber an der Parteibasis um den Erhalt seiner Spitzenämter. "Ich stelle mich dem, was ich vorhabe. Damit stelle ich mich auch der breiten Basis der Partei", kündigte er am Sonntag auf einer Parteiveranstaltung im fränkischen Bad Steben an. In der CSU-Führung hatte es dagegen am Wochenende geheißen, Stoibers Ablösung sei nur noch eine Frage von Wochen. "Wer in der Küche steht, muss die Hitze auch ertragen. Sonst hat er in der Küche nichts zu suchen", sagte Stoiber weiter. Er werde seinen Beitrag leisten, dass sich das wieder abkühle. Er habe zuletzt viel Zuspruch von der Basis bekommen, sagte der CSU-Chef. "Auf den vielen Veranstaltungen, die ich in letzter Zeit gemacht habe, habe ich ein hohes Maß an Sympathie erfahren."

DPA/AP AP DPA

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