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Plan des Innenministeriums: Deutschland soll neue Anti-Terror-Einheit bekommen

Nach den Anschlägen von Paris wächst die Angst vor einem Anschlag. Laut einem Medienbericht soll eine neue Anti-Terror-Truppe gegründet werden, um die Bundespolizei für den Ernstfall zu wappnen.

Die Bundeswehr-Elite-Einheit KSK (Kommando Spezialkräfte) bei einer Übung - bald könnte die Bundespolizei eine neue Anti-Terror-Einheit erhalten

Die Bundeswehr-Elite-Einheit KSK (Kommando Spezialkräfte) bei einer Übung - bald könnte die Bundespolizei eine neue Anti-Terror-Einheit erhalten

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) will einem Medienbericht zufolge eine neue Anti-Terror-Einheit bei der Bundespolizei aufbauen. Die Einheit solle die Lücken zwischen Bereitschaftspolizei und der Eliteeinheit GSG9 schließen, berichtete das RBB-Inforadio am Freitag unter Berufung auf Regierungskreise. Im Unterschied zur GSG9 solle die neue Einheit auch für normale Polizeidienste herangezogen werden.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) unterstützte die Überlegungen zur Stärkung der Polizei. "Aufgrund der Erkenntnisse zu den schrecklichen Terroranschlägen in Paris sehen wir uns herausgefordert, dass wir die Polizei in Deutschland noch besser aufstellen müssen", sagte Herrmann im Bayerischen Rundfunk. Wenn jemand mit schweren Waffen unterwegs sei, sei die Polizei "nicht perfekt ausgestattet".

De Maizière hatte am Dienstag angekündigt, dass der Bund angesichts der Terrorgefahren seine Sicherheitsbehörden besser ausstatten will. Bei Bundespolizei, Bundeskriminalamt und Bundesamt für Verfassungsschutz sollen demnach insgesamt 750 neue Stellen geschaffen werden. Für die Ausstattung der Sicherheitsbehörden will der Bund in den kommenden Jahren insgesamt 328 Millionen Euro mehr als bislang geplant ausgeben.

amt/AFP / AFP