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Finanzkrise: Steinmeier fordert Verzicht auf Dividenden

SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier ist mit einem neuen Vorschlag zur Linderung der Finanzkrise vorgeprescht. Seine Idee: Zugunsten von Arbeitsplätzen sollten Aktionäre deutscher Firmen auf ihre Dividenden verzichten. Statt ihre Gewinne auszuschütten, sollten die Unternehmen das Geld lieber zur Sicherung von Arbeitsplätzen verwenden.

Aktionäre deutscher Firmen sollen nach SPD-Vorstellungen zugunsten von Arbeitsplätzen auf ihre Dividenden verzichten. SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier forderte die Unternehmen auf, ihre Ausschüttungen ganz zu streichen oder einen Teil der Summe für den Erhalt von Arbeitsplätzen verwenden. Es könne nicht sein, dass Unternehmen beim Staat um Hilfe riefen und Millionen an ihre Aktionäre zahlten, sagte Steinmeier dem Berliner "Tagesspiegel am Sonntag".

Wenn ein Dax-Unternehmen Verluste in Milliardenhöhe ausweise, aber gleichzeitig Hunderte Millionen ausschütten wolle, sage er: "Dieses Geld wäre besser aufgehoben in einer Gewinnrücklage, mit der man auch Beschäftigungssicherung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer finanziert." Wer jetzt einseitig das Füllhorn ausschütte, der solle sich nicht später unter staatliche Schutzschirme flüchten. Namen einzelner Unternehmen nannte der SPD-Politiker nicht.

Reuters / Reuters