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Geldrettung statt Euro-Rettung: CDU-Politiker rufen Wahlalternative 2013 ins Leben

Weil sie mit der Linie der Bundesspitze nicht mehr einverstanden sind, haben CDU-Politiker die Wahlalternative 2013 ins Leben gerufen. Eine Partei wollen sie aber nicht gründen.

Aus Protest gegen die Euro-Rettungspolitik der Bundesregierung haben CDU-Politiker zur Bundestagswahl im kommenden Jahr die Bewegung Wahlalternative 2013 ins Leben gerufen. "Ich kann den Weg der CDU-Bundesspitze nicht mehr mittragen", sagte das Bundesvorstandsmitglied der CDU-Mittelstandsvereinigung, Gerd Robanus, der Zeitung "Die Welt" vom Donnerstag. "Momentan ruhen alle meine Aktivitäten in der CDU."

Bei der Wahlalternative 2013 handelt es sich nach eigenen Angaben auf der Homepage wa2013.de nicht um eine politische Partei. Es sei auch keine Parteigründung geplant. Die Bewegung bekennt sich aber zu "großen Gemeinsamkeiten" mit den Freien Wählern, die bei der Bundestagswahl 2013 landesweit antreten wollen. Den Aufruf unterzeichnet haben neben Robanus auch der frühere hessische CDU-Staatssekretär Alexander Gauland, der Publizist Konrad Adam und der Hochschullehrer Bernd Lucke.

Gauland sagte der "Welt": "Ich sehe in der CDU nicht die Möglichkeit, das Thema voranzubringen, um das es geht, nämlich die Geldrettung und nicht die Euro-Rettung." Keine der etablierten Parteien stelle die Euro-Rettungspolitik in Frage, die "mindestens eine sehr große Minderheit, wenn nicht die Mehrheit" der Bevölkerung für falsch halte. Lucke sagte dem Blatt, er sei nach 33 Jahren aus Enttäuschung über die Euro-Politik aus der CDU ausgetreten.

kgi/AFP / AFP