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Gesundheitsprobleme: Zwangspause für Politiker

Arbeitstage von bis zu 16 Stunden fordern ihren Tribut: SPD-Chef Matthias Platzeck musste wegen eines Hörsturzes Zwangspausieren. Er ist nicht der einzige Politiker, dessen Körper vor dem Dauerstress kapituliert.

Viele Spitzenpolitiker arbeiten bis zu 16 Stunden am Tag. Während eines Wahlkampfes gehen sie bis an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Mehrfach sind in den vergangenen Jahren Politiker erschöpft zusammengebrochen. Stress gilt als Hauptursache für ihre Zwangspausen.

Momentan liegt der SPD-Vorsitzende

Matthias Platzeck

wegen eines Hörsturzes im Krankenhaus. Vor gut einem halben Jahr sackte sein Vorgänger

Franz Müntefering

bei einem Wahlkampfauftritt hinter dem Rednerpult zusammen. Er musste daraufhin zahlreiche Veranstaltungen absagen und eine Pause einlegen. Auch

Wolfgang Böhmer

(CDU), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, musste sich 2003 nach Kreislaufproblemen kurze Zeit erholen.

Der damalige Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) brach 2004 wegen eines vermeintlichen Schwächeanfalls zusammen. Später entpuppte sich dieser als Schlaganfall. Der Politiker hatte Ende der 80er Jahre schon zwei Herzinfarkte. Bereits 1999 war der jetzige Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) nach der Präsidiumssitzung seiner Partei vor Schwäche zusammengebrochen.

Gregor Gysi

, Fraktionsvorsitzender der Linkspartei im Bundestag, wurde 2004 drei Mal wegen Herzproblemen im Krankenhaus behandelt. Anfang Februar 2004 hatte er einen leichten Herzinfarkt. Der Grünen-Bundestagsabgeordnete

Albert Schmidt

erlitt 2003 einen leichten Schlaganfall. Im gleichen Jahr hatte seine Parteikollegin und damalige Grünen-Fraktionsvorsitzende

Katrin Göring-Eckardt

einen Hörsturz.

DPA / DPA