Greenpeace-Aktion Protest über Heiligendamm


Gestern kamen die Umweltschützer übers Wasser, heute über den Luftweg: Mit einem Ballon hat Greenpeace gegen den Klimakompromiss beim G8-Gipfel protestiert. Polizeihubschrauber zwangen die Aktivisten zur Landung.

Mit einer weiteren spektakulären Aktion beim G8-Gipfel hat Greenpeace gegen die Klimapolitik der großen Industrienationen protestiert. Ein Heißluftballon die Umweltschutzorganisationen mit der Aufschrift "G8 - act now" (G8 - handle jetzt) stieg in Rostock in den weiträumig gesperrten Luftraum auf.

Auf die Klimavereinbarung des Gipfels anspielend war über die Aufschrift wie ein Stempelaufdruck "failed" (gescheitert) geschrieben. Drei Polizeihubschrauber zwangen den Ballon nach Greenpeace-Angaben nach wenigen Minuten durch ihre Luftwirbel zur Landung. Die zwei Ballonfahrer wurden in Polizeigewahrsam genommen, der Ballon konfisziert.

Greenpeace wollte eigenen Angaben zufolge mit der Aktion gegen den Klimakompromiss der G8-Staaten demonstrieren. Die Polizei berichtete von 245 Demonstranten, die am Donnerstag in Gefangenensammelstellen gebracht worden seien und von 62 Festnahmen.

Am Donnerstag war Greenpeace mit Schlauchbooten in das weiträumige See-Sperrgebiet eingedrungen. Die Polizei rammte zwei der Boote, wobei drei Greenpeace-Mitarbeiter verletzt wurden.

DPA DPA

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