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Hessens Ministerpräsident Bouffier im Interview: Atomkraft - warum nicht?

Volker Bouffier hat in Hessen das Erbe von Roland Koch angetreten - und mischt im stern-Interview in der Energiedebatte mit. Der CDU-Mann warnt vor einem zu schnellen Ausstieg.

Von Andreas Hoidn-Borchers und Axel Vornbäumen

Der hessische Ministerpräsident und stellvertretende CDU-Vorsitzende Volker Bouffier hat seine Partei vor zu schnellen Festlegungen beim Ausstieg aus der Atomkraft gewarnt. "Wir dürfen nicht den Eindruck erwecken, wir könnten uns von der Kernkraft verabschieden und künftig unseren Strombedarf decken, weil jeder hinterm Haus so einen kleinen Kühlschrank stehen hat und dann in Kraft-Wärme-Kopplung machen kann. Das ist absurd", sagte der hessische Regierungschef dem stern. "Wir müssen Realismus und Fakten stärker in die Debatte bringen. Das gehört zur politischen Führung."

Bouffier plädierte dafür, nach dem Moratorium auch alte Atommeiler gegebenenfalls weiter laufen zu lassen. Diese würden ergebnisoffen überprüft, danach werde entschieden. "Ich habe keine Lust, dass mir permanent erklärt wird, was nach dem Moratorium passiert", so Bouffier. "Ich ersetze nicht das Ergebnis einer Überprüfung durch meine Meinung. Sonst könnte man sich ja den ganzen Kram schenken."

Keine klare Linie

Bouffier kritisierte das Erscheinungsbild seiner Partei und der von ihr geführten Bundesregierung scharf. "Wir müssen weniger Zweifel aufkommen lassen, wofür wir stehen", sagte Bouffier. Er könne "verstehen, dass die Menschen fragen: Wo ist hier eigentlich die Linie?"

Der CDU-Vize rügte vor allem, dass die deutsche Regierung im UN-Sicherheitsrat gemeinsam mit China und Russland nicht für den Libyen-Einsatz gestimmt habe. "Es ist der Eindruck entstanden, wir seien nicht mehr bündnistreu. Das ist in der Tat sehr bedauerlich, hat uns geschadet und darf nicht noch einmal passieren", so Bouffier wörtlich.

Von wegen Hardliner

Zu seinem Ruf als konservativer Hardliner sagte Bouffier, dessen Sohn Volker jr. Ende März für die CDU in den Gießener Stadtrat gewählt worden war: "Wenn Sie mich für konservativ halten, sollten Sie mal meine Kinder hören."

Da diese nicht regieren müssten, so der CDU-Politiker im stern, "können sie ziemlich reinrassig vertreten, was sie für richtig halten. Die sind viel entschiedener in ihren Positionen, als ich das sein kann." So etwas brauche es auch, sagte Bouffier. "Ein Tritt in den Hintern tut uns Alten manchmal ganz gut."

Skeptisch äußerte sich Bouffier gegenüber möglichen Bündnissen mit den Grünen. Diese würde er zwar "nie ausschließen, wenn es in der Sache trägt", aber, so der CDU-Vize im stern: "Im Bund sehe ich Schwarz-Grün nach wie vor nicht. Da bin ich ganz bei meiner Kanzlerin." Für sein Heimatland gelte: "Und in Hessen sind die Wege sehr weit." Zudem setzt Bouffier auf das Überleben des gegenwärtigen Koalitionspartners: "Ich glaube, dass sich die FDP wieder erholt."

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.