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Hitze-Dürre: 2003 half der Staat schon einmal - so viel Geld bekamen die Bauern damals

Vor 15 Jahren leistete der Staat finanzielle Hilfe für landwirtschaftliche Betriebe. In der aktuellen Dürre-Krise ist noch unklar, wie die Unterstützung von Bund und Ländern aussieht.

Bauern kämpfen mit Hitze-Dürre

Deutschlands Bauern haben mit starker Hitze-Dürre zu kämpfen.

DPA

Glühende Hitze, ausgetrocknete Flüsse, verdorrte Felder: Vor 15 Jahren, im August 2003, machte schon einmal eine dramatische Dürre vielen Bauern in Deutschland zu schaffen - und löste staatliche Soforthilfe aus. Mehr als 12 000 Betriebe brauchten rasche Unterstützung, um zahlungsfähig zu bleiben. Der Bund schloss nach Angaben des Agrarministeriums mit Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen eine Vereinbarung und gab 36 Millionen Euro. Weitere 36 Millionen kamen von den Ländern - insgesamt standen damit 72 Millionen Euro an Hilfen bereit.

Dürre-Krise: Bundesregierung will Ende August entscheiden

In der aktuellen Dürrekrise fordert der Bauernverband Unterstützung von möglichst einer Milliarde Euro. Die Bundesregierung will aber erst nach Vorliegen der amtlichen Erntebilanz Ende August entscheiden, ob sie sich an möglichen Hilfen beteiligt. Dafür müssten Schäden von "nationalem Ausmaß" festgestellt werden. Zuerst sind die Länder für Unterstützung in solchen Krisenfällen zuständig.

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nan / DPA