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HOLOCAUST-GEDENKTAG: Aufklärung der nächsten Generation

Das Umfrageergebnis im Jahr 2000 war ernüchternd: Jeder fünfte Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren wusste nicht, was Auschwitz war, wofür der Name symptomatisch steht. Auch vier Jahre nachdem der damalige Bundespräsident Roman Herzog den 27. Januar zum offiziellen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus ausgerufen hatte, war offenbar 20 Prozent der jungen Menschen nicht bekannt, warum gerade dieser Tag gewählt wurde. Dabei soll der »Holocaust-Gedenktag«, an dem 1945 sowjetische Truppen das NS-Vernichtungslager befreit hatten, besonders die junge Generation mahnen.

Der Nachhall der Erhebung im Auftrag der deutschsprachigen Zeitschrift zum Verständnis des Judentums »Tribüne« und des »Vereins wider das Vergessen« hält bis heute an. »Es gilt dringend, die nächste Generation aufzuklären«, sagt Michel Friedman, Vizepräsident des Zentralrates der Juden in Deutschland. Dabei geht es Friedman nicht allein um Geschichtswissen: »Die wirksamste Medizin ist, den Jugendlichen Respekt vor dem Menschen und der Gleichheit der Menschen zu vermitteln.«

»Sie fragen mir ein Loch in den Bauch«

Ein generelles Desinteresse der Jugend an diesem Teil der deutschen Geschichte wird allerdings von keiner Seite konstatiert. Die deutsch-israelische Publizistin Inge Deutschkron hat bei ihren Besuchen in Schulklassen und Jugendgruppen festgestellt: »Sie fragen mir ein Loch in den Bauch.« Die 79-Jährige, die von 1943 bis 1945 in Berlin im Untergrund lebte, gehört zu jenen Zeitzeugen, die jungen Menschen unmittelbar aus ihrem Leben erzählen und Geschichte so ein Gesicht geben. Sie hört oft die gleichen Fragen: »Wie konnte das passieren? Wusste man, was Hitler beabsichtigte?« Deutschkron freut sich, dass die Jugendlichen sehr sensibel aber ohne Scheu mit dem Thema Nationalsozialismus umgehen. Auch das Vorwissen ihrer jungen Zuhörer habe sich »absolut zum Positiven entwickelt«. Gleichwohl weiß Deutschkron: »Wer zu mir kommt, ist ohnehin interessiert.«

Meist Schwerpunkt im Geschichtsunterricht

Auch wenn die Schule nicht allein die Aufklärung über die NS-Zeit leisten kann, tabu ist dieses Thema in den Klassenzimmern zumindest den Lehrplänen zufolge keineswegs. In allen Bundesländern wird zumeist in der neunten Klasse ein Schwerpunkt im Geschichtsunterricht gesetzt. Auch in Religion, Sozialkunde, Ethik, Deutsch oder Gemeinschaftskunde sollen Ursachen und Folgen der NS-Diktatur in den verschiedenen Klassenstufen aufgegriffen werden. So wird in Sachsen gleichzeitig auf totalitäre Herrschaftssysteme in der jüngsten Vergangenheit eingegangen. In Nordrhein-Westfalen schließt der Unterricht Grundlagen der deutschen Verfassung ein, und in Bayern stellt der Besuch von Gedenkstätten und Museen einen Schwerpunkt dar.

Ähnliche Vorgaben finden sich in allen Bundesländern. Die Kultusministerkonferenz schreibt die »Behandlung des Nationalsozialismus im Unterricht« in einem Beschluss von 1978 vor. Weitere Richtlinien folgten 1980 und 1992.

Resonanz steigt stetig

Auch außerhalb des Unterrichts gibt es zahlreiche Initiativen, die sich an Jugendliche richten. Wissenschaftlich fundiert ist das Projekt »Lernen aus der Geschichte«, initiiert von der Robert-Bosch-Stiftung, dem Goethe-Institut und dem Bundespresseamt. Nach dem großen Erfolg einer CD-ROM mit Begleitbuch ist eine Homepage entstanden, die über 50 Schüler-Projekte zum Thema Nationalsozialismus vorstellt und dazu Hintergrundinformationen und Lektürehinweise bietet. »Die Jugendlichen sollen selbst zu Wort kommen, indem wir ihre Projektberichte veröffentlichen«, sagt Projektleiterin Regina Wyrwoll. Die Resonanz steige stetig. Das vieles auch vom Engagement des jeweiligen Lehrers abhängt, ist ihr bewusst. Und dennoch werde in Deutschland mehr für die Aufklärung der Jugend getan als anderswo. In vielen anderen Ländern stehe der Nationalsozialismus noch nicht einmal in den Lehrplänen.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(