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Anti-Rassismus-Proteste: Spahn besorgt über "dicht gedrängte Menschenmengen" bei Demos – auch Lauterbach übt Kritik

Nach dem brutalen Tod des Afroamerikaners George Floyd in den USA sind auch in Deutschland zehntausende Menschen auf die Straßen gegangen. Dabei wurden die geltende Corona-Schutzmaßnahmen teilweise völlig missachtet.

Kritik an Menschenansammlungen während Anti-Rassismus-Demos

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich nach den jüngsten Demonstrationen gegen Rassismus besorgt gezeigt über dichte Menschenmengen während der Corona-Pandemie. "Der Kampf gegen Rassismus braucht unser gemeinsames Engagement. Jeden Tag", erklärte Spahn am Samstagabend auf Twitter. "Doch dicht gedrängte Menschenmengen mitten in der Pandemie besorgen mich." Auch bei wichtigen Anliegen gelte: "Abstand halten, Alltagsmaske tragen, aufeinander acht geben. Um uns und andere zu schützen."

 

"Rassismus muss bekämpft werden, aber ohne vermeidbare Coronatote"

Auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach äußerte sich auf Twitter angesichts der Menschenansammlungen kritisch: "Ich teile den Anlass des Protests voll und ganz. Aber trotzdem sind die Abstände zu klein." Die Gefahr der Corona-Pandemie sei nicht gebannt. Rassismus müsse bekämpft werden, aber ohne vermeidbare Corona-Tote.

Zehntausende Menschen in Deutschland hatten am Samstag gegen Rassismus und Polizeigewalt demonstriert. Allein am Berliner Alexanderplatz waren es nach Polizeiangaben rund 15.000 Teilnehmer. In München gingen etwa 25.000 Demonstranten auf die Straße. Auslöser war der Tod des Schwarzen George Floyd in den USA bei einem brutalen Polizeieinsatz Ende Mai.

mod / DPA

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