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SPD gibt Minister bekannt Lauterbach wird Gesundheitsminister, Nancy Faeser erste Frau im Innenministerium

Karl Lauterbach
Karl Lauterbach wird neuer Gesundheitsminister
© Christoph Hardt/Geisler-Fotopres/ / Picture Alliance
Die SPD gibt ihre Ministerposten in der kommenden Ampel-Koalition benannt. Das Gesundheitsministerium wird Karl Lauterbach übernehmen, wie Olaf Scholz mitteilte. Nancy Faeser wird die erste Innenministerin sein.

Karl Lauterbach wird neuer Gesundheitsminister. Das hat die SPD bestätigt. Die Personalie war wochenlang intensiv diskutiert worden, nachdem sich der SPD-Gesundheitsexperte während der Corona-Pandemie in der Öffentlichkeit profiliert hatte. Viele hätten sich das gewünscht, so Scholz bei der Vorstellung, und: "Er wird es!" Lauterbach versprach in einem ersten Statement, das Gesundheitssystem robuster zu machen und es für weitere Pandemien zu rüsten.

Das Innenministerium übernimmt Nancy Faeser, die Chefin der SPD in Hessen. Sie ist die erste Innenministerin in der Geschichte der Bundesrepublik. Es werde Zeit, dieses wichtige Amt in die Hände einer Frau zu legen, so der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz. Das diese Vergabe gelungen sei, darauf sei er besonders Stolz, sagte Scholz auf Nachfrage.

Hubertus Heil bleibt, wie erwartet, Arbeits- und Sozialminister.

Christine Lambrecht, die bisherige Justizministerin, soll Verteidigungsministerin werden. Sicherheit werde in der Hand "starker Frauen" liegt, so Olaf Scholz' mit Blick auf die Ressortvergabe auf Faeser und Lambrecht.

Das wieder eingerichtete Bauministerium wird Klara Geywitz, Scholz' Partnerin bei der erfolglosen Bewerbung um den SPD-Vorsitz, übernehmen. Das Ministerium soll sich vor allem dem drängenden Problem der Wohnungsnot vor allem in den Großstädten anzunehmen, so Scholz.

An die bisherige Umweltministerin Svenja Schulze geht das Entwicklungsministerium. Scholz lobte ihre internationale Vernetzung, die sie für die Aufgabe besonders befähige.

Kanzleramtsminister wird Wolfgang Schmidt, ein Vertrauter von Olaf Scholz. Das war so  auch erwartet worden. Er kündigte an, dem künftigen Kanzler den Rücken freizuhalten, wie es Aufgabe in dieser Position sei.

Scholz wies darauf hin, dass die SPD vier Frauen und drei Männer nominiert habe, um ein paritätisches Kabinett bilden zu können. Über weitere Personalien abseits des Kabinetts wollte sich Scholz nicht äußern – auch nicht zur Spekulation, ob Andrea Nahles Chefin der Bundesarbeitsagentur werden soll.

dho

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