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Landtagswahl in NRW: Rüttgers bekennt sich zur FDP

Wenige Wochen vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen hat sich Ministerpräsident Jürgen Rüttgers für eine Fortsetzung seiner Koalition mit der FDP ausgesprochen. Mit den Grünen will er nicht koalieren. Genauer gesagt: Er "möchte" es nicht.

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers plädiert gegen ein schwarz-grünes Bündnis nach der Landtagswahl am 9. Mai. Der CDU-Politiker sagte dem "Hamburger Abendblatt": "Ich möchte nicht mit den Grünen koalieren." Auch wenn ein klares Dementi nicht über seine Lippen kam, bekräftigte der Regierungschef: "Ich möchte meine Koalition mit der FDP fortführen."

Auf die Frage, ob er Hamburgs Erstem Bürgermeister Ole von Beust und Saarlands Regierungschef Peter Müller (beide CDU) wegen ihrer Bündnisse mit den Grünen um Rat gebeten habe, sagte Rüttgers: "Ich kenne beide seit Langem und bin mit beiden befreundet. Aber ich musste mir bisher keinen Ratschlag bei ihnen holen und habe auch nicht vor, das zu tun."

Rüttgers sieht die FDP "auf gutem Weg"

Die CDU habe mit der FDP "eine gute Arbeit geleistet", und nur in dieser Koalition gebe es "stabile Verhältnisse". Mit der nordrhein-westfälischen FDP arbeite er eng und vertrauensvoll zusammen, sagte Rüttgers weiter. "Und in Berlin sehe ich die FDP inzwischen auf einem guten Weg." Als Wahlziel für seine CDU nannte er "mehr als 40 Prozent".

Der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende unterstrich zudem die bundespolitische Bedeutung der Landtagswahl. "Diese Wahl wird hoch politisch", so Rüttgers. Es gehe hier nicht nur um einen neuen Landtag. "Diese Wahl hat Bedeutung für den Erfolg in Berlin, für das Wohl unseres Landes", betonte er. "Deshalb haben Angela Merkel und ich uns entschieden, diesen Wahlkampf gemeinsam zu führen", sagte Rüttgers.

DPA/AFP / DPA