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Landtagswahlen: Das Kreuz mit den Kreuzchen

Liegt's an der Zeitumstellung oder haben die Menschen keine Lust? Bis zum Mittag verzeichneten die Wahllokale in Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg eine nur geringe Wahlbeteiligung. Nur in Rheinland-Pfalz machen sich Bürger auf die Socken.

Das Wetter ist durchwachsen, die Zeitumstellung auf die Sommerzeit mag den Menschen noch in den Knochen stecken: In jedem Fall war der Auftakt der Landtagswahlen mehr als müde. In Sachsen-Anhalt wurde sogar ein dramatischer Rückgang der Wahlbeteiligung verzeichnet: Bis 12.00 Uhr gaben nach Angaben des Landeswahlleiters nur 12,5 Prozent der Berechtigten ihre Stimme ab. Vor vier Jahren waren es zum selben Zeitpunkt 21,2 Prozent gewesen.

Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg zeichnete sich im Vergleich zum Jahr 2001 ebenfalls eine rückläufige Beteiligung ab. Nach Angaben der Landeswahlleitung von bis zum Mittag 12,6 Prozent der Baden-Württemberger ihre Stimme ab. Im Jahr 2001 lag die Beteiligung zum gleichen Zeitpunkt bei 17,1 Prozent.

Auch Kommunalwahlen schleppend

Einzig in Rheinland-Pfalz hat sich am Vormittag nach ersten vorsichtigen Schätzungen eine etwas höhere Wahlbeteiligung abgezeichnet als zum gleichen Zeitpunkt vor fünf Jahren.

An den Kommunalwahlen in Hessen beteiligten sich deutlich weniger Menschen als fünf Jahre zuvor. In Frankfurt/Main hatten bis zum Mittag 11,2 Prozent der Wahlberechtigten ihre Kreuzchen gemacht, bei der vergangenen Wahl waren es bis um 12.00 Uhr bereits 14,6 Prozent.