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Deutsche Marine dementiert Seenotrettung nicht Aufgabe der Bundeswehr


Die Marine dementiert die Meldung, wonach sie nicht in der Lage sei die Seenotrettung zu gewährleisten. Die Rettung aus Seenot sei erst ihre Aufgabe, wenn die zivilen Rettungskräfte ausgelastet seien.

Aufgrund von Ausrüstungsmängeln hält die Bundeswehr einem Bericht zufolge weniger Marine-Hubschrauber für die Seenotrettungbereit als eigentlich vorgesehen. Derzeit stehe nur ein Hubschrauber im niedersächsischen Nordholz für Einsätze zur Abdeckung des deutschen Bereichs von Nord- und Ostsee zur Verfügung, berichteten der NDR und das ARD-Portal "tagesschau.de".

Diese Medienberichte hat die Marine der Bundeswehr nun zurückgewiesen. "Die flächendeckende Seenotrettung ist nicht und war nie Aufgabe der SAR-Hubschrauber der Deutschen Marine", sagte ein Sprecher des Marinekommandos in Rostock. Für die zivile Seenotrettung sei die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) zuständig. Erst wenn die Kapazitäten der zivilen Rettungskräfte ausgelastet seien, greife die Marine ein.

DGzRS bestätigt Marineangaben

Medien hatten berichtet, dass bei Notfällen in Nord- und Ostsee zurzeit nur ein einsatzbereiter Marine-Rettungshubschrauber vom Typ "Sea King" zur Verfügung stehe. Dies bestätigte der Marinesprecher, dies entspreche aber auch den Vorgaben vom Bundesverteidigungs- und vom Bundesverkehrsministerium. Derzeit leiste die Marine diesen SAR-Dienst (SAR = Search and Rescue) vornehmlich von Helgoland aus. Im Schnitt stünden stets zwei "Sea King"-Hubschrauber in Nordholz einsatzklar bereit. Sie würden etwa bei der Ausbildung genutzt.

Die DGzRS bestätigte die Marineangaben. Für sie sei entscheidend, dass sie im Seenotfall bei Bedarf einen Marine-Hubschrauber bekomme. "Den Wachleitern unserer Seenotleitung in Bremen ist kein Fall bekannt, in dem dies nicht der Fall war", sagte ein Sprecher. Von einsatzgefährdenden Engpässen im Seenotfall könne keine Rede sein.

yps/AFP AFP

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