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Neuwahlen im Saarland: Umfrage sieht die Sozialdemokraten vorn

An der Saar kommt nach der vorzeitiger Auflösung des Parlaments Ende März zu Neuwahlen. Eine aktuelle Umfrage sieht bei dem Urnengang die SPD vor der Union.

Im Saarland wird nach dem Scheitern der Jamaika-Koalition am 25. März ein neuer Landtag gewählt. Knapp drei Wochen nach dem Ende der Landesregierung aus CDU, FDP und Grünen beschloss der Landtag in Saarbrücken am Donnerstag, sich aufzulösen. Damit machte er den Weg zu Neuwahlen frei. Die Landesregierung setzte anschließend den 25. März als Wahltermin fest. Dazu sind rund 800 000 Saarländer aufgerufen. Der Urnengang an der Saar ist die erste von zwei Landtagswahlen in diesem Jahr. Am 6. Mai wird in Schleswig- Holstein gewählt.

Die vorgezogene Wahl im Saarland ist nötig geworden, weil Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer (CDU) das schwarz-gelb-grüne Bündnis Anfang Januar aufgekündigt hatte. Vor einer Woche waren Gespräche zwischen CDU und SPD über eine große Koalition erfolglos geblieben, obwohl beide Seiten ein solches Bündnis weiter für den einzig gangbaren Weg halten.

Bei der Wahl wird es nach einer Umfrage des ZDF-"Politbarometers" der Forschungsgruppe Wahlen zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und SPD kommen. Bei der Sonntagsfrage votierten 38 Prozent für die SPD mit Landeschef Heiko Maas an der Spitze. Die CDU unter Führung von Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer liegt derzeit bei 34 Prozent.

Maas knapp vor Kramp-Karrenbauer

Die Linke käme nach der Umfrage auf 13 Prozent, die Grünen auf 6 Prozent und die Piraten auf 5 Prozent. Die FDP würde mit 2 Prozent den Einzug in den Landtag klar verfehlen. Damit wäre neben einer großen Koalition aus SPD und CDU rechnerisch auch ein rot-rotes Bündnis möglich. Die Linke wollte noch am Abend ihren Fraktionschef im Landtag, Oskar Lafontaine, als Spitzenkandidaten nominieren.

Auch bei der Frage des Wunschkandidaten als Regierungschef liegt Maas laut ZDF-"Politbarometer" mit 43 Prozent knapp vorn. Für Amtsinhaberin Kramp-Karrenbauer sprachen sich 40 Prozent der Befragten aus.

DPA / dpa
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