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Kritik am Bundeslandwirtschaftsminister Niedersachsen fordert schnelleres Ende des Kükenschredderns


Niedersachsens Landwirtschaftsminister will das Töten männlicher Eintagsküken schneller verbieten. Tiere seien keine Wegwerfware. Indirekt kritisierte er den Bundeslandwirtschaftsminister.

Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer hat gefordert, das Töten männlicher Eintagsküken schneller zu beenden. Das Forschungsprogramm zur Geschlechterbestimmung im Ei sei zwar ein Schritt in die richtige Richtung. "Aber mit Ankündigungen und reinen Forschungsaufträgen ist es bei diesem Thema nicht getan", sagte der Grünen-Politiker. Das Landesregierung in Hannover verlangt bundesweit die Festlegung auf ein Enddatum.

Niedersachsen will innerhalb von drei bis fünf Jahren das Töten männlicher Eintagsküken aus Legehennenlinien beenden. "Diese verwerfliche Praxis kann nicht so weitergehen. Tiere sind keine Wegwerfware", sagte Meyer. Nach dem Willen das Bundes soll über ein konkretes Verbot der Kükentötung erst nach dem Ende eines zweijährigen Forschungsauftrags entschieden werden.

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) informiert sich am Montag an der Universität Leipzig über ein Forschungsprojekt, das eine automatisierte Geschlechtsbestimmung im Ei ermöglichen soll. Nach Angaben der Universität werden in Deutschland jährlich rund 40 Millionen männliche Küken nach dem Schlüpfen getötet. Die Küken sind für die Eierproduzenten wirtschaftlich wertlos.

ono/DPA DPA

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