Trump will den Krieg schnell abschließen, der Iran dagegen spielt auf Zeit. Außerdem: Asyl für Fußballerinnen. Alle Entwicklungen zum Irankrieg im Liveblog.
Wichtige Updates
Yannik Schüller
Hier die aktuell wichtigsten Meldungen:
- US-Präsident Donald Trump hat überraschend erklärt, der Krieg „so gut wie abgeschlossen" – der Iran verfüge über keine Marine, keine Kommunikationswege und keine Luftwaffe mehr. Die iranischen Revolutionsgarden widersprechen vehement.
- Hunderttausende Menschen sollen laut iranischen Staatsmedien an den organisierten Solidaritätskundgebungen für den neuen Revolutionsführer Modschtaba Chamenei teilgenommen haben.
- Der Angriff auf eine Mädchenschule im Iran vergangene Woche, bei dem angeblichj 150 Menschen starben, soll von den USA offiziell untersucht werden.
- Australien gewährt der iranischen Frauen-Fußballnationalmannschaft Asyl. Mehr dazu hier.
- Der hochrangige iranische Funktionär Ali Laridschani hat neue Drohungen Trump mit einer Warnung erwidert: „Passen Sie selbst auf, dass Sie nicht ausgelöscht werden".
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Yannik Schüller
Die EU mobilisiert Lebensmittel, Winterkleidung und andere Hilfsgüter für die Menschen im Libanon. Verteilen sollen die Materialien das Welternährungsprogramm (WFP) und Unicef.
Nach Angaben der Kommission sind mehr als 680.000 Menschen innerhalb der vergangenen Tage im Libanon vertrieben worden.
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Yannik Schüller
Donald Trump bezeichnet die Ernennung von Modschtaba Chamenei zum neuen Religionsführer und Staatsoberhaupt des Irans als „enttäuschende" Wahl und deutet an, dass dieser mit großen Schwierigkeiten rechnen müsse. „Ich glaube nicht, dass er in Frieden leben kann", sagt der Republikaner im US-Sender Fox News, nennt jedoch keine Details.
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Yannik Schüller
Der Krieg stellt den weltweiten Luftverkehr auf den Kopf, nun reagiert die Lufthansa mit Extraflügen nach Asien und Afrika.
Der Konzern legt wegen der stark gestiegenen Nachfrage kurzfristig zusätzliche Langstreckenverbindungen auf, teilt der Konzern in Frankfurt mit. Für die kommenden Wochen plant Lufthansa vier Extraflüge von München nach Singapur und zurück sowie zwei Sonderflüge von Frankfurt nach Kapstadt. Darüber hinaus seien zwei zusätzliche Flüge von Frankfurt nach Riad vorgesehen. Für die Tochter Austrian Airlines wurden bereits zehn Sonderflüge von Wien nach Bangkok und zurück eingerichtet. Der Lufthansa-Konzern beobachte die Marktentwicklung und schließe weitere Zusatzflüge nicht aus.
Der Konzern legt wegen der stark gestiegenen Nachfrage kurzfristig zusätzliche Langstreckenverbindungen auf, teilt der Konzern in Frankfurt mit. Für die kommenden Wochen plant Lufthansa vier Extraflüge von München nach Singapur und zurück sowie zwei Sonderflüge von Frankfurt nach Kapstadt. Darüber hinaus seien zwei zusätzliche Flüge von Frankfurt nach Riad vorgesehen. Für die Tochter Austrian Airlines wurden bereits zehn Sonderflüge von Wien nach Bangkok und zurück eingerichtet. Der Lufthansa-Konzern beobachte die Marktentwicklung und schließe weitere Zusatzflüge nicht aus.
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Yannik Schüller
Viele Israelis unterstützen Netanjahus Krieg gegen den Iran, an Luftalarm sind sie längst gewöhnt. Wandelt sich die offene Gesellschaft gerade nach rechts? Mein Kollege Fabian Huber schreibt über seine Begegnungen in Tel Aviv:
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Yannik Schüller
Iranischer Funktionär droht Trump: „Passen Sie selbst auf, dass Sie nicht ausgelöscht werden"
Der hochrangige iranische Funktionär Ali Laridschani hat neue Drohungen Trump mit einer Warnung erwidert. Man habe keine Angst vor Drohungen und selbst größere Nationen hätten Iran nicht zerstören können, schreibt Laridschani auf X.
„Passen Sie selbst auf, dass Sie nicht ausgelöscht werden“Ali Laridschani, Generalsekretär des iranischen Sicherheitsrats
Trump hatte zuvor mit deutlich härteren Angriffen gedroht, sollte die iranische Führung den Ölhandel durch die Straße von Hormus zu behindern.
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Yannik Schüller
Im Libanon sind nach Angaben der Vereinten Nationen innerhalb eines Tages 100.000 weitere Menschen durch israelische Angriffe vertrieben worden.
"Bis heute haben sich mehr als 667.000 Menschen im Libanon auf der Onlineplattform der (libanesischen) Regierung als vertrieben gemeldet", sagt die Libanon-Verantwortliche des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR), Karolina Lindholm Billing Reportern.
"Bis heute haben sich mehr als 667.000 Menschen im Libanon auf der Onlineplattform der (libanesischen) Regierung als vertrieben gemeldet", sagt die Libanon-Verantwortliche des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR), Karolina Lindholm Billing Reportern.
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Yannik Schüller
Bei den israelisch-amerikanischen Angriffen im Iran ist nach Angaben der Regierung in Teheran ein Unesco-Welterbe beschädigt worden.
In der Kulturmetropole Isfahan im Landeszentrum wurde der berühmte Tschehel-Sotun-Palast in der Innenstadt in Mitleidenschaft gezogen, wie von der Regierung veröffentlichte Aufnahmen zeigen. Die im 17. Jahrhundert erbaute Anlage mit ihren feinen Verzierungen im Innengebäude ist Teil der Persischen Gärten, die seit 2011 zum Unesco-Welterbe zählen.
In der Kulturmetropole Isfahan im Landeszentrum wurde der berühmte Tschehel-Sotun-Palast in der Innenstadt in Mitleidenschaft gezogen, wie von der Regierung veröffentlichte Aufnahmen zeigen. Die im 17. Jahrhundert erbaute Anlage mit ihren feinen Verzierungen im Innengebäude ist Teil der Persischen Gärten, die seit 2011 zum Unesco-Welterbe zählen.
Bilder in den sozialen Medien zeigten nach Raketeneinschlägen zudem Rauchwolken unmittelbar in der Nähe der bekannten Schah-Abbas-Moschee am „Naghsch-e-Dschahan“, dem zentralen Platz in Isfahan, einem der wichtigsten Wahrzeichen der persischen Kultur.
Teschel-Sotun – der Vierzig-Säulen-Palast in Isfahan. Quelle: Imago
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Phil Göbel
Einen Tag nach dem erneuten Abschuss einer Rakete über der Türkei wird Ankara eigenen Angaben zufolge ein Patriot-Raketenabwehrsystem im Zentrum des Landes stationieren. Das Patriot-System werde „zum Schutz unseres Luftraums“ in der östlichen Provinz Malatya stationiert, erklärte das türkische Verteidigungsministerium.
In der Provinz liegt der Militärstützpunkt Kürecik, auf dem neben US-Soldaten ein Radarsystem der Nato stationiert ist, das iranische Raketenstarts erkennen kann.
In der Provinz liegt der Militärstützpunkt Kürecik, auf dem neben US-Soldaten ein Radarsystem der Nato stationiert ist, das iranische Raketenstarts erkennen kann.
Die Türkei ergreife „die notwendigen Maßnahmen zur Sicherung unserer Grenzen und unseres Luftraums“ und berate „mit der Nato und unseren Verbündeten“, teilte das Ministerium mit.
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Yannik Schüller
Im Iran haben neun Krankenhäuser infolge der israelisch-amerikanischen Luftangriffe ihren Betrieb einstellen müssen.
Seit Beginn des Krieges seien zudem 18 Rettungswachen und 25 Gesundheitszentren beschädigt sowie 14 Rettungswagen zerstört worden, berichtet die Nachrichtenagentur Ilna unter Berufung auf den Parlamentsabgeordneten Mohammed Dschamalian, Mitglied der Gesundheitskommission.
Seit Beginn des Krieges seien zudem 18 Rettungswachen und 25 Gesundheitszentren beschädigt sowie 14 Rettungswagen zerstört worden, berichtet die Nachrichtenagentur Ilna unter Berufung auf den Parlamentsabgeordneten Mohammed Dschamalian, Mitglied der Gesundheitskommission.
Sollte der Krieg andauern, reichen dem Politiker zufolge Irans strategische Medikamentenvorräte für mindestens sechs Monate. Bei einigen Mitteln herrschten jedoch bereits jetzt Engpässe. In den Kliniken wurden seinen Worten zufolge nicht notwendige Eingriffe wie Schönheitsoperationen bis auf weiteres ausgesetzt. Der Fokus liege jetzt auf der Versorgung von Kriegsverletzten und Notfällen. Landesweit werden demnach 1400 Verletzte stationär behandelt.
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Yannik Schüller
Netanjahu: Iraner sollen „Joch der Tyrannei" loswerden
Anders als Trump geht der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu offenbar nicht von einem baldigen Ende des Krieges aus.
Israel sei mit seinen Angriffen auf die Führung in Teheran "noch nicht fertig", sagt Netanjahu laut einer veröffentlichten Erklärung seines Büros bei einem Besuch im Nationalen Gesundheitskommandozentrum.
„Unser Bestreben ist es, das iranische Volk vom Joch der Tyrannei zu befreien“Benjamin Netanjahu
Es bestehe kein Zweifel, "dass wir ihnen mit den bisherigen Maßnahmen die Knochen brechen – und wir sind noch nicht fertig", fügte Netanjahu hinzu.
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Yannik Schüller
Als Vergeltung für die Bombardierung ihrer Ölreserven haben Irans Streitkräfte eigenen Angaben zufolge Treibstofflager in Israel attackiert.
In Israel hat es Raketenalarm gegeben. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht, berichtet über eine neue Welle an Raketen auf Ziele bei Tel Aviv.
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Yannik Schüller
Nach dem Abschuss zweier Raketen aus dem Iran verstärkt die Türkei ihre Luftabwehr. Im Rahmen entsprechender Maßnahmen der Nato werde ein Patriot-Raketenabwehrsystem in der osttürkischen Provinz Malatya für den Einsatz vorbereitet, teilt das Verteidigungsministerium in Ankara mit.
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Yannik Schüller
Irans Außenministerium fordert für den Fall eines Waffenstillstands mit den USA und Israel Sicherheitsgarantien.
„Wenn ein Waffenstillstand zustande kommen oder der Krieg beendet werden soll, muss es eine Garantie geben, dass aggressive Handlungen gegen Iran nicht erneut wiederholt werden", zitierte die Zeitung „Shargh" Irans Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi. Andernfalls sei ein Waffenstillstand bedeutungslos.
„Wenn ein Waffenstillstand zustande kommen oder der Krieg beendet werden soll, muss es eine Garantie geben, dass aggressive Handlungen gegen Iran nicht erneut wiederholt werden", zitierte die Zeitung „Shargh" Irans Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi. Andernfalls sei ein Waffenstillstand bedeutungslos.
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Yannik Schüller
Die libanesische Hisbollah-Miliz hat der staatlichen syrischen Nachrichtenagentur Sana zufolge Artilleriegranaten auf syrisches Territorium abgefeuert. Die Granaten seien in der Nacht bei Serghaja westlich von Damaskus gelandet, berichtet Sana unter Berufung auf die Armee. Ziel der Hisbollah-Angriffe seien syrische Armeestellungen gewesen.
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DPA · AFP · Reuters · SID
due / rw / km / urb