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Peinlicher Brief an Merkel: Die Rechtschreibfehler der Ministerpräsidentin

Acht Fehler in sechs Sätzen: Ein offizielles Schreiben der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer an die Bundeskanzlerin sorgt für Häme.

Es ist davon auszugehen, dass Angela Merkel schon einige Briefe mit ausbaufähiger Orthografie erhalten hat. Schließlich dürfen auch diejenigen der Bundeskanzlerin schreiben, die in deutscher Rechtschreibung nicht ganz so sattelfest sind. Der Brief, der Angela Merkel Anfang September ereilte, kam allerdings nicht von irgendeinem Schüler, sondern von der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD).

In dem kurzen Schreiben bittet Dreyer um ein Spitzengespräch zum Thema Datenüberwachung. Peinlicherweise enthält der Brief mehr Rechtschreib- und Grammatikfehler als Sätze. Die Redaktion der "Welt", der das Schreiben zugespielt wurde, hat jeden einzelnen mit dem Rotstift korrigiert: acht Korrekturen für sechs Sätze, eine stolze Ausbeute.

Der rheinland-pfälzischen Landesmutter eine Rechtschreibschwäche zu unterstellen, ginge wohl zu weit. Üblicherweise lassen Politiker solche Briefe von Mitarbeitern verfassen. Aber immerhin hat Dreyer den Brief unterschrieben und handschriftlich ein "liebe Frau Merkel" an den Anfang gestellt. Besonders genau hingeschaut hat sie dabei offenbar nicht.

Dreyers Sprecherin sagte der "Welt", es handele sich um ein Büroversehen. "Es tut uns leid, dass diese fehlerhafte Fassung des Briefes an die Bundeskanzlerin gesendet wurde." Der Büroleiter habe sich bei der Bundeskanzlerin entschuldigt.

bak
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