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Personalmangel in der Betreuung: Steinbrück verspricht 125.000 zusätzliche Pflegekräfte

Mehr Zeit und Zuwendung für Alte und Kranke: Die SPD will nach der Wahl neue Arbeitsplätze im Pflegebereich schaffen. Außerdem sollen Pflegebedürftige länger zu Hause betreut werden können.

Der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück will dem Personalmangel in den Pflegeeinrichtungen in der nächsten Wahlperiode mit der Schaffung von 125.000 zusätzlichen Stellen begegnen. Dabei würde es sich um "tariflich entlohnte Stellen für Pflegerinnen und Pfleger" handeln, sagte er der "Rhein-Zeitung". Dies solle mit einer Erhöhung des Beitrags zur Pflegeversicherung um 0,5 Prozentpunkte finanziert werden. Er sprach von "erheblichen Defiziten" in der Branche. "Wir brauchen mehr Pflegepersonal, weil die Pflegebedürftigen mehr Zeit für Zuwendung brauchen", erklärte Steinbrück.

Ältere Menschen müssten außerdem die Chance haben, "so lange es geht, in ihrem vertrauten Zuhause zu bleiben", sagte Steinbrück weiter. Die schwarz-gelbe Regierung habe die Förderung für altersgerechtes Wohnen in Höhe von 100 Millionen Euro gestrichen, so der Kanzlerkandidat. "Wir wollen das rückgängig machen."

sas/DPA/AFP / DPA