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Putsch gegen Pauli: Freie Union steht vor Neugründung

Partei-interne Gegner von Gabriele Pauli wollen die von ihr mitgegründete Partei Freie Union ohne die frühere CSU-Rebellin neu gründen.

Partei-interne Gegner von Gabriele Pauli wollen die von ihr mitgegründete Partei Freie Union ohne die frühere CSU-Rebellin neu gründen. "Wir wollen eine neue Organisation, die verfassungskonform ist", sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende Peter Frühwald nach Personalquerelen innerhalb der Pauli-Partei am Montag in Leipzig. Zuvor war Frühwalds Amtskollege Josef Brunner zurückgetreten und hatte in einem Brief an Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) das Verbot der eigenen Gruppierung mit Verweis auf eine angeblich verfassungswidrige Satzung gefordert. Der Name der neuen Partei ist noch nicht klar.

Für die frühere CSU-Politikerin Pauli solle in der neuen Partei kein Platz mehr sein, sagte Frühwald. Die neue Partei soll noch vor Weihnachten aus der Taufe gehoben werden. In der neuen Führungsriege würden Brunner, die stellvertretende Bundeschefin Heike Seise, Bundesschriftführer Daniel Schreiner sowie er selbst eine Rolle spielen, sagte Frühwald. Im Januar oder Februar sollen sich zudem sechs Landesverbände gründen: in Niedersachsen, Hessen, Bayern, Thüringen, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern.

DPA / DPA