HOME

Stern Logo Wahl

Bundestagswahl: Pauli patzt - Freie Union ist draußen

Die Freie Union scheitert auf ganzer Linie: In diversen Bundesländern ist die Partei der früheren Politik-Rebellin Gabriele Pauli nicht zur Bundestagswahl zugelassen worden. Reichlich peinlich war das Verfahren in Paulis Stammland Bayern. Dort sorgte die einstige "schöne Landrätin" selbst für das Wahl-Aus.

Die Polit-Rebellin Gabriele Pauli hat mit ihrer Partei Freie Union die Zulassung zur Bundestagswahl in Bayern verpasst. Der Grund ist ein Formfehler: Paulis Unterschrift fehlte auf der Niederschrift über die Aufstellung der Bewerber, wie das Statistische Landesamt in München am Freitag mitteilte. Pauli reichte ihre Unterlagen demnach am Abend des 23. Juli fünf Minuten vor Ende der Abgabefrist ein. "Die Unterlagen lagen um 17.55 Uhr vor, das war bis 18.00 Uhr nicht zu heilen", sagte Werner Kreuzholz von der Landeswahlleitung in München.

Die Panne ist ein weiterer peinlicher Rückschlag für die als CSU-Rebellin bekannt gewordene frühere Landrätin, die zuletzt ihr Stellvertreter aus der Partei geworfen hatte. Ihre Partei hatte sich ohnehin nicht sonderlich seriös präsentiert. Zwischenzeitlich sollte Gerüchten zufolge das aus dem Privatfernsehen bekannt gewordene Glamour-Girl Kader Loth für ihr Team verpflichtet werden, was später dementiert wurde.

Und jetzt verweigerten am Freitag nicht nur die Bayern, sondern viele weitere Bundesländer die Zulassung zur Wahl, weil sie zu wenig Unterstützer hatte. Nicht zugelassen wurde die Freie Union in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Saarland, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Berlin und Hamburg. In Niedersachsen hatte sich bereits vor einer Woche abgezeichnet, dass die Partei nicht genügend Unterschriften zusammenbekommt. In Schleswig-Holstein hat die Freie Union erst gar keine Landesliste für die Bundestagswahl eingereicht.

Ganz geschlagen geben will sich Pauli aber noch nicht. Sie hofft, in Bayern noch nachträglich zugelassen zu werden, wie die Ex-Christsoziale der Deutschen Presse-Agentur (DPA) sagte.

DPA/AP/ben / AP / DPA