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Landtagswahl In Umfragen knapp hinter der CDU: AfD will stärkste Kraft in Sachsen-Anhalt werden

Sehen Sie im Video: AfD will Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt gewinnen.




Am Sonntag sind Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt. Momentan sieht alles danach aus, dass die AfD mindestens zweitstärkste Kraft wird. Deren Spitzenkandidat Oliver Kirchner dazu: "Das wäre schon mal ein deutliches Zeichen auch für die Bundestagswahl. Das streben wir an. Und ansonsten machen diese Parteien, die wir sonst im Landtag zu finden haben, ich sage mal, auch ein Vierer- oder ein Fünfer-Bündnis, nur um uns zu verhindern." Denn die CDU liegt aktuellen Umfragen zufolge bei 29 Prozent und müsste demnach für eine Koalition ohne die AfD mindestens ein Dreierbündnis mit den Linken, der SPD, den Grünen oder der FDP eingehen, die alle um die 10 Prozentpunkten liegen. Die AfD liegt bei 23. In Sachsen-Anhalt heißt es entweder oder - mit der AfD oder mit vielen anderen. Bei AfD-Anhängern kämen alle anderen Parteien gar nicht erst infrage: "Das fängt jetzt mit der Corona-Sache an. Das geht mit der ganzen Zubauung von Windrädern überall, Zerstörung der Landschaft, wo Tiere daran kaputtgehen. Ja, es ist Verteuerung aller möglicher Strom-Verteuerung." "Und natürlich auch diese ganze Zuflucht hier von den Asylanten, das geht einfach nicht. Ich sage immer so, wir verstehen uns schon nicht als Ehepaar, weder die Christen noch die Katholiken verstehen sich. Und jetzt kommen ja auch völlig fremde, ganz anders sozialisierte Menschen." "Ich bin Westdeutscher. Wir sind hier mit einem Bus hier. Wir sind alles Westdeutsche eigentlich. Aber im Westen schlafen sie noch mehr wie hier im Osten halt. Und wir beneiden hier die Leute in der sachsener Gegend, dass man da wirklich halt das erkennt, was hier im Land passiert." Die anderen Parteien hatten in die letzten Jahre bereits Erfahrung gesammelt, wie sich parlamentarische Arbeit mit der AfD als Oppositionspartei anfühlt. Die rechtspopulistische Partei in einer Regierungskoalition - das gab es noch nie. "Also wir haben ja hier im Osten immer den Kurs der klaren Kante vollzogen. Man hat uns nachgesagt, wir hätten übertrieben in den Parlamenten. Ich kann das nicht feststellen. Wissen Sie, wenn Sie die Linken haben, die über die Sitzreihen rüber schreien: 'Ihr seid Nazis', dann ist das Pöbeln, aber nicht das, was wir in dem Landtag gemacht haben. Und wir stehen hier für einen klaren Kurs mit klaren Worten, aber mit dem geschliffenen Schwert auch. Und da muss ich sagen, das machen wir hier ganz gut. Und das ist der Kurs, den eben auch ein Herr Gauland oder ein Herr Höcke pflegt." Eigentlich hätte die Wahl bereits im März 2021 stattfinden sollen. Doch die Abgeordneten entschieden sich, den Termin auf den Spätsommer zu verlegen. Sie rechnen im Juni mit einer höheren Wahlbeteiligung. Wegen der Corona-Pandemie wird erwartet, dass der Anteil der Briefwähler groß sein wird.
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Vor den Landtagswahlen am Sonntag liegt die AfD mit Spitzenkandidat Oliver Kirchner Umfragen zufolge nur wenige Punkte hinter der CDU. Doch das reicht der rechtspopulistischen Partei nicht.

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