Sachsen Milbradt als CDU-Landeschef bestätigt


Trotz zahlreicher Pannen bei der Regierungsarbeit in Sachsen ist Ministerpräsident Georg Milbradt mit deutlicher Mehrheit als CDU-Landesvorsitzender bestätigt worden. Milbradt war wegen des Streits über die Waldschlößchenbrücke, die Korruptionsaffäre und den Notverkauf der Sachsen LB in die Kritik geraten.

Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt ist trotz parteiinterner Kritik nach dem Verkauf der Landesbank und gesunkener Umfragewerte als CDU-Landeschef wiedergewählt worden. Auf einem Landesparteitag am Samstag in Mittweida stimmten 73,8 Prozent der 231 Delegierten für ihn. Bei der letzten Wahl 2005 hatte er knapp drei Prozentpunkte mehr erhalten. Von 221 gültigen Stimmen votierten 163 für den aus Westfalen stammenden Politiker. 58 stimmten mit Nein.

Milbradt hatte vor der geheimen Abstimmung seine Partei zu Geschlossenheit aufgerufen und seinen Führungsanspruch untermauert, aber auch Fehler beim Krisenmanagement eingestanden. "Wir werden uns anstrengen und es werden wieder bessere Zeiten kommen", sagte er nach der Wahl. "Ich bin der festen Überzeugung, dass wir aus dieser schwierigen Situation wieder herauskommen." Er fühle sich durch das Votum gestärkt, erklärte der CDU-Politiker.

"Natürlich müssen wir einen neuen Anlauf nehmen", appellierte Milbradt mit Blick auf die anstehenden Wahlen 2008 und 2009 und kündigte eine Kabinettsumbildung an. Zu Inhalt und Zeitplan äußerte er sich nicht. Die nächsten Jahre würden ein hartes Stück Arbeit. Dabei wolle er künftig wieder bessere Schlagzeilen produzieren, sagte er auch mit Blick auf die Kritik am Verkauf der Sachsen LB. Damit war der Regierungschef in den vergangenen Wochen politisch unter Druck geraten.

DPA/AP AP DPA

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