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Bundestagswahl 2017: Gabriel will offenbar gegen Kanzlerin Merkel antreten

Dem desaströsen Meinungstrend zum Trotz plant SPD-Chef Sigmar Gabriel einem Medienbericht zufolge 2017 gegen Kanzlerin Angela Merkel anzutreten. Von Peer Steinbrück gibt es Zuspruch.

Noch sitzen sie Seite an Seite im Bundeskabinett: Vizekanzler Sigmar Gabriel und Kanzlerin Angela Merkel

Noch sitzen sie Seite an Seite im Bundeskabinett: Vizekanzler Sigmar Gabriel und Kanzlerin Angela Merkel

Schluss mit Vizekanzler: Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, plant Sigmar Gabriel bei der nächsten Bundestagswahl 2017 als Herausforderer von Kanzlerin Angela Merkel anzutreten. Noch sei nichts offiziell, doch Gabriel wohl fest entschlossen.

Dabei lasse sich der Vizekanzler auch von den derzeit desaströsen Meinungsumfragen für die Sozialdemokraten nicht abschrecken. Die SPD käme demnach auf lediglich 25 Prozent. Die Union führt souverän mit 40,5 Prozent.

"Sigmar weiß, dass er die Kandidatur übernehmen muss"

Dem Bericht zufolge hätte Gabriel versucht, einen anderen Parteigenossen zu überreden, 2017 Merkel herauszufordern. Offenbar vergeblich. Deshalb habe der Wirtschaftsminister alte Kontakte widerbelebt - etwa zu Bodo Hombach, dem legendären Wahlkampfplaner, der Gerhard Schröder 1998 zum Sieg führte.

"Sigmar weiß, dass er die Kanzlerkandidatur übernehmen muss", äußerte sich gegenüber der "Bild" ein nicht namentlich genanntes Mitglied der engeren SPD-Führung. Andernfalls drohe der Verlust seiner Autorität als Chef der Partei.

Für Steinbrück ist Gabriel erste Wahl

In einem Interview mit der "Huffington Post" äußerte sich auch der ehemalige SPD-Kanzlerkandidat, Peer Steinbrück, zur Kandidatenfrage. Für ihn ist Gabriel die erste Wahl: "Zunächst reden wir ja über 2017. Und da ist es klar, dass der Parteivorsitzende als erster in Frage kommt. Was denn sonst?"

Ralf Stegner, Landes- und Fraktionsvorsitzender der SPD in Schleswig-Holstein und stellvertretender SPD-Parteivorsitzender, hält die Debatte dagegen für völlig verfrüht:

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