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Insa-Umfrage: Eine Partei sieht rot: SPD fällt in Umfrage erstmals hinter AfD

Ein Insa-"Meinungstrend" im Auftrag der "Bild"-Zeitung zeichnet ein düsteres Bild: Die SPD fällt in der repräsentativen Umfrage erstmals hinter der AfD zurück. Große Gewinnerin ist allerdings eine andere Partei.

SPD fällt erstmals hinter AfD: Umfrage-Schock für Sozialdemokraten

In einem aktuellen Insa-"Meinungstrend" sackt die SPD auf 15,5 Prozentpunkte ab (Symbolbild)

DPA

Seit Wochen sacken die Sozialdemokraten in Umfragen ab, das Chaos in der Führungsebene und die zähen Verhandlungen mit der Union scheinen dazu beigetragen haben. Nun zeichnet ein aktueller "Meinungstrend" des Instituts Insa im Auftrag der "Bild"-Zeitung ein düsteres Bild: Die SPD fällt erstmals hinter die AfD.

Dem Meinungstrend zufolge sacken die Sozialdemokraten auf 15,5 Prozentpunkte (Vorwoche: 16,5 Prozent) ab, während die AfD mit 16 Prozent zugelegt hat (Vorwoche: 15 Prozent). Für die Umfrage wurden nach Angaben des Boulevardblatts 2040 Teilnehmer im Zeitraum vom 16. bis 19. Februar befragt - damit nach dem Führungswechsel an der Spitze der SPD

SPD in Forsa-Umfrage noch vor AfD

Große Gewinnerin des Insa-Meinungstrends ist allerdings die CDU, die um 2,5 Prozentpunkte zugelegt hat (Vorwoche: 29,5 Prozent) - die Partei wäre der Umfrage zufolge damit stärker als SPD und AfD zusammen. Größte Verliererin ist die FDP, die 1,5 Prozentpunkte eingebüßt hat (Vorwoche: 10,5 Prozent), die Linke verlor 0,5 Prozentpunkte (Vorwoche: 9 Prozent), die Grünen bleiben unverändert bei 13 Prozentpunkten.

Union und SPD würden demnach im Bundestag mit zusammen 47,5 Prozent nicht mehr über eine parlamentarische Mehrheit verfügen. Möglich wäre dagegen weiterhin ein Jamaika-Bündnis auf CDU/CSU, Grünen und FDP mit zusammen 54 Prozent.

In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa liegt die SPD in der Wählergunst bei 16 Prozent. Die Union kommt demnach auf 34 Prozent. Die Grünen und die AfD liegen mit jeweils 13 Prozent nur knapp hinter der SPD. Die Linkspartei würde zehn Prozent der Stimmen bekommen, die FDP neun Prozent. Das Instutut befragte in der vergangenen Woche 2501 Wahlberechtigte.

In der Regel haben Umfragen einen Fehlerbereich, in dem die tatsächlichen Werte in der Gesamtbevölkerung von denen in den Erhebungen nach oben sowie nach unten abweichen können.

fs/Mit Material der AFP
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