stern-RTL-Wahltrend ... und der Verlierer heißt: Westerwelle


Bringt das ganze Rumgeholze von Guido Westerwelle in Sachen Hartz IV etwas? Der stern-RTL-Wahltrend zeigt für die FDP nicht nach oben. Im Gegenteil: Die Liberalen haben mehr als die Hälfte ihrer Wähler verloren.

Die FDP setzt ihre Talfahrt in der Wählergunst fort. Im stern-RTL-Wahltrend fiel sie im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt auf 7 Prozent. Damit haben die Liberalen gegenüber der Bundestagswahl im September gut die Hälfte der Wähler verloren. Damals hatte sie 14,6 Prozent erhalten. Die Union kann einen Teil der abtrünnigen FDP-Wähler einfangen, sie verbessert sich um einen Punkt auf 35 Prozent. Die SPD dagegen kann vom Abwärtstrend der FDP nicht profitieren: Sie verharrt in der dritten Woche in Folge bei 22 Prozent. Die Grünen halten ihr Rekordhoch und erreichen erneut 17 Prozent. Die Linken klettern um einen Punkt auf 12 Prozent. Für "sonstige Parteien" würden sich 7 Prozent der Wähler entscheiden (-1).

Mit gemeinsam 42 Prozent liegen Union und FDP nunmehr 9 Punkte hinter SPD, Grünen und Linken (zusammen 51 Prozent). Noch bis Ende Dezember 2009 hatten Union und FDP im stern-RTL-Wahltrend stets einen Vorsprung vor dem "linken Lager".

Trotz der drastisch verschlechterten Umfragewerte für die FDP gibt sich Parteichef Guido Westerwelle unbesorgt. "Ich bin jetzt im neunten Jahr Parteivorsitzender. Bei jeder Bundestagswahl haben wir seitdem zugelegt", wurde er in der "Passauer Neuen Presse" zitiert. Ausschläge in den Umfragen habe es immer wieder gegeben: "Aber die Wahlergebnisse stimmen. Das zählt." Die Leistungen einer Partei nach rund 100 Tagen abschließend bewerten zu wollen, sei unangebracht: "Nicht einmal eine Mischung aus Albert Einstein und Herkules könnte in 100 Tagen richten, was elf Jahre lang schiefgelaufen ist", betonte Westerwelle. Die FDP befinde sich auch nicht in einer schwierigen Lage: "In einer Krise wäre die FDP, wenn sie nicht mehr wüsste, was sie will. Aber wir wissen genau, was wir wollen: Die Mittelschicht stärken, die Familien entlasten und für mehr Leistungsgerechtigkeit sorgen."

Der FDP-Chef steht seit Tagen wegen seiner Äußerungen zu einem angeblich überzogenen Sozialstaatsdenken in der Kritik.

zen print

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