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stern-Umfrage: Agenda 2010 spaltet die Deutschen weiterhin

Streitpunkt Agenda 2010: Auch zehn Jahre nach der Vorstellung durch Ex-Kanzler Schröder haben die Bundesbürger noch immer keinen Frieden mit den angestoßenen Reformen gemacht.

Die Reformen der Agenda 2010, die an diesem Donnerstag vor genau zehn Jahren von dem damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) vorgestellt wurden, spalten nach wie vor die Bevölkerung. In einer Umfrage für das Hamburger Magazin stern erklärten 44 Prozent der Bürger, die Agenda 2010 sei alles in allem "eher gut" für Deutschland gewesen. 43 Prozent meinten, die vor allem wegen Hartz IV umstrittene Reform habe sich "eher schlecht" für das Land ausgewirkt. 13 Prozent äußerten keine Meinung.

Bei den Wählern der SPD hat zumindest eine knappe Mehrheit ihren Frieden mit Schröders Politik gemacht: 51 Prozent von ihnen loben heute den damaligen grundlegenden Umbau der Sozialsysteme und des Arbeitsmarktes.

Deutsche vermissen Schröder nicht

Schröder hatte die Reform in einer Regierungserklärung am 14. März 2003 im Bundestag präsentiert. Am gestrigen Dienstag hatte der 68-jährige Altkanzler erstmals seit seinem Rücktritt im November 2005 die SPD-Bundestagsfraktion besucht und war mit stehenden Ovationen empfangen worden.

Die Bundesbürger sehen Schröder nüchterner. In der stern-Umfrage erklärten lediglich 23 Prozent, der deutschen Politik fehle heute ein Politiker wie Gerhard Schröder. 72 Prozent vermissen Politiker wie Schröder nicht. 5 Prozent antworteten mit "weiß nicht".

mw / print
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