stern-Umfrage CSU-Krise nützt der SPD


Die Führungskrise der CSU geht auch an der großen Schwesterpartei CDU nicht spurlos vorbei: Eine Umfrage hat ergeben, dass die Sympathiewerte der Christdemokraten gesunken sind. Davon profitiert nicht nur der Partner in der großen Koalition.

Die Führungskrise in der CSU zieht auch die Sympathiewerte der Union in Mitleidenschaft. In der wöchentlichen Politumfrage des Hamburger Magazins stern und des Senders RTL büßte die Union im Vergleich zur Vorwoche zwei Punkte ein. Sie musste ihr zwischenzeitliches Hoch von 35 Prozent verlassen und fiel auf 33 Prozent. Die Sozialdemokraten konnten sich dagegen erholen: Sie steigerten sich um 2 Punkte auf 28 Prozent.

Liberale und Grüne konnten ebenfalls zulegen: Die FDP kletterte um 1 Punkt auf 14 Prozent, die Grünen verbesserten sich um 1 Punkt auf 11 Prozent. Verluste hatte die Linkspartei zu verbuchen, die zwei Punkte verlor und auf 8 Prozent fällt. Für "sonstige Parteien" würden wie in den Wochen zuvor 6 Prozent der Wähler stimmen.

Die Krise der CSU nahm im Oktober ihren Anfang, als die Fürther Landrätin Gabriele Pauli Vorwürfe erhob, von Mitarbeitern der Bayerischen Staatskanzlei bespitzelt worden zu sein. Daraufhin musste der Büroleiter von CSU-Ministerpräsident Edmund Stoiber seinen Posten räumen, doch seine parteiinternen Kritiker konnte Stoiber damit nicht zum Schweigen bringen. Wie schwer die Krise ist wurde bei der alljährlichen CSU-Klausurtagung Anfang Januar in Wildbad Kreuth deutlich: Die Frage, ob Stoiber auch bei der Landtagswahl 2008 noch Spitzenkandidat der CSU sein soll, überlagerte fast alle Sachthemen.

Für die Umfrage im Auftrag von stern und RTL wurden 2501 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger am 8. und 12. Januar 2007 befragt. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten.

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