Sechs Jahre nach dem rassistischen Anschlag von Hanau ist ein weiteres Opfer an den Spätfolgen seiner schweren Verletzungen gestorben. Wie die hessische Stadt am Freitag mitteilte, starb Ibrahim Akkus bereits am 10. Januar mit 70 Jahren. Akkus habe lange unter den körperlichen und seelischen Folgen des Anschlags gelitten.
Immer wieder werden Sportschützen zu Tätern – wie am Dienstag in Graz. Sie besitzen ihre Waffen legal, manchmal trotz Warnungen und psychischer Auffälligkeiten. Wie kann das sein?
Neun Menschen mit Migrationshintergrund hat ein Deutscher in Hanau getötet. Das ist fünf Jahre her. Nun gedenken Hinterbliebene und Bundespräsident Steinmeier der Opfer.
Eine Eine Minderheit will in ihrer Freizeit mit scharfen Waffen schießen. Dafür riskiert die Politik Menschenleben. Psychologische Gutachten, wie Bundesinnenministerin Faeser sie fordert, werden daran nichts ändern.
Erinnerung, Aufklärung, Gerechtigkeit und vor allem Konsequenzen – das fordern die Hinterbliebenen des rassistischen Anschlags von Hanau. Deshalb legten die Opferfamilien laut der "Initiative 19. Februar Hanau" Dienstaufsichtsbeschwerde gegen das Land Hessen ein.